Leistungssport Austria stellt Weichen für noch mehr Erfolge im Spitzensport

Stakeholderbefragung läutet neue Ära in der Athlet:innenbetreuung ein

  • Bestnoten bei Betreuung und Zufriedenheit mit Mitarbeiter:innen
  • Fokussierung auf High-Performance-Sportler:innen wird unterstützt
  • Erweiterung des Serviceportfolios auf u.a. Sportpsychologie und Genetik erwünscht

In Zusammenarbeit mit dem Sportministerium wurde in den vergangenen Monaten ein Prozess erarbeitet, dessen Ergebnisse die Neupositionierung von Leistungssport Austria untermauern und die exakte Richtung der strategischen Ausrichtung der nächsten Jahre vorgeben soll. An dessen Beginn stand die Festlegung, sich auf die ursprünglichen Aufgaben eines Bundesinstituts für den Spitzensport zu besinnen und den Betreuungsfokus auf die vielversprechendsten Athlet:innen des Landes zu legen.

Demzufolge sind Listen von Berechtigten nach objektivierten Vorgaben erarbeitet worden, die den Zugang zu unterschiedlichen Betreuungslevels bei Leistungssport Austria festlegen. Je nach Leistungsvermögen und -potenzial erfolgte die Zuordnung zu „Brisbane-Scheck“, „LSA-Scheck“ und „Untersuchungs-Scheck“. Alle Zugangslevels sehen darüber hinaus spezielle Konditionen bei den LSA-Partnern Biogena, Spezialist für wissenschaftsbasierte Mikronährstoffversorgung, und MaxiNutrition, Supplier für hochwertige Sportnahrung und Performance-Produkte, vor.

Zudem wurde das Angebotsportfolio, das sich bisher auf Testung, Analytik und Beratung beschränkt hatte, auf die individuelle Betreuung im Athletiktraining (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer…) für ausgewählte Top-Athlet:innen ausgeweitet. Derzeit nutzen Spitzensportler:innen aus fünf olympischen Sportarten aktiv diese All-In-Betreuung de luxe. Einen besonderen Betreuungs-Status genießen auch weiterhin die Nachwuchs-Sportler:innen des Österreichischen Leistungssportzentrums (ÖLSZ) in der Südstadt.

Für weitere strategische Neuausrichtungen bilden die Ergebnisse einer im Mai 2025 durchgeführten umfassenden Zufriedenheits- und Potenzialanalyse die Grundlage. Zwölf Zielgruppen wurden dabei zu Erfahrungen, Wünschen und Verbesserungsvorschlägen gefragt. Insgesamt 245 Fragebögen von aktiven und ehemaligen Athlet:innen, aktiven und ehemaligen Trainer:innen und Verbandsvertreter:innen, von anderen Trainingszentren, Interessensvertretungen, Ministerien, Sportorganisationen und Medien konnten ausgewertet werden. Dabei wurden bis zu 111 Antworten pro Fragebogen erhoben und in Summe rund 23.000 Antworten analysiert.

Dabei zeigte sich, dass 93 % der befragten Athlet:innen und 91 % der befragten Trainer:innen, Sportdirektor:innen und Generalsekretär:innen mit den Services von Leistungssport Austria sehr oder eher zufrieden sind. Als Begründung wurden am häufigsten die hochwertigen Angebote sowie die vielfältige Expertise unter einem Dach genannt. Größter Kritikpunkt war die fehlende Präsenz in den Bundesländern.

Stefan Grubhofer, Vorstand Wirtschaft bei Leistungssport Austria: „Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie groß das Vertrauen in unsere Arbeit ist – und gleichzeitig, wie viel Potenzial in einer noch stärkeren Zusammenarbeit aller Institutionen liegt, die Verantwortung für Österreichs Spitzensport tragen – von den Fachverbänden bis zu den Olympiazentren, um nur einige zu nennen. Große Erfolge entstehen selten im Alleingang – es braucht ein starkes Team mit klarer Ausrichtung. Genau diesen Spirit wollen wir leben und gemeinsam ein echtes ‚Home of Sports‘ für unsere Athlet:innen schaffen.“

Mit der Verstärkung der Kooperation und dem Heben von Synergien würde auch dem Regierungsprogramm Rechnung getragen werden: Dort findet sich die Optimierung und Harmonisierung der Trainingsumfeldbetreuung im Spitzensport. Grubhofer: „Gerade jetzt, wo das politische und wirtschaftliche Umfeld ein Höchstmaß an Zielklarheit und Zusammenarbeit verlangt, können wir es uns nicht leisten, Energie in Parallelstrukturen zu verlieren – das gilt im Management genauso wie im Training.“

Hohe Zustimmungswerte erhielten in der Zufriedenheits-Analyse auch die Fachexpert:innen von Leistungssport Austria. Sowohl in den Bereichen Kompetenz, Freundlichkeit als auch beim Eingehen auf individuelle Bedürfnisse lagen diese über, zum Teil weit über 90 Prozent.

Das neue Betreuungsmodell – Basisleistungen für eine größere Anzahl von Leistungssportler:innen, umfassende Servicepakete für die Spitzenathlet:innen – fanden  93 % der Aktiven und 96 % der Fachverbandsvertreter:innen gerechtfertigt. Leistungssport-Austria-Vorstand Gregor Högler: „Die Bestätigung unseres neuen Weges, den viele High Performance Center auf internationaler Ebene gegangen sind, hat mich am meisten gefreut. Schließlich war ja doch eine größere Zahl von Sportler:innen der zweiten und dritten Leistungsebene von den Umverteilungen betroffen. Wenn wir auf höchstem internationalen Niveau mithalten wollen, braucht es aber genau diese Fokussierung auf die Allerbesten.“

Bei der Frage, welche zusätzlichen Services in Zukunft erwünscht seien, wurde seitens der Athlet:innen die rechtliche Beratung und Begleitung (z.B. bei Sponsorverhandlungen, Social-Media-Verträgen etc.), eine sportpsychologische Betreuung, die individuelle Erstellung von Trainingsplänen sowie das Thema Genetik (etwa in Form von Health-Risk- und Medikamenten-Checks) genannt. Seitens der Verbände standen puncto Angebotserweiterung u.a. begleitetes Krafttraining und Beratung/Betreuung im Bereich von Supplementen im Vordergrund.

 

Michaela Schmidt (Staatssekretärin für Sport): „Schon bei meinem ersten Besuch in der Südstadt war spürbar, wie sehr sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit vollem Einsatz für unsere Sportlerinnen und Sportler engagieren – und das mit beeindruckendem Anspruch und Präzision im Team. Dass wir diese Kompetenzen nun strategisch bündeln und weiter ausbauen, ist ein wichtiges Signal: Für mehr Chancengleichheit, mehr Professionalität und mehr Erfolg im österreichischen Spitzensport.“

 

 

Victoria Hudson (Europameisterin und Jahresbeste im Speerwurf): „Nachdem mein bisheriges Trainerteam quasi mit Leistungssport Austria verschmolzen ist, finde ich nun in der Südstadt die perfekte Betreuung vor. Und dafür bin ich wirklich dankbar, weil keine meiner Konkurrentinnen auf ein derart perfekt abgestimmtes System zurückgreifen kann. Das Analysieren und Optimieren hört einfach nie auf – zuletzt ist es uns gelungen, durch das Zusammenspiel von Ernährung und Anthropometrie die Zahl meiner Krankheitstage in der Vorbereitung gegen null zu drücken. Ich habe tatsächlich mein halbes Leben, von 15 von 29 Jahren, in der Südstadt verbracht und finde es toll, wie wir miteinander gewachsen sind.“

 

 

 

Tim Wafler (Bahnrad-Vize-Europameister im Scratch 2024, aktuell Weltranglistenführender): „Mit der Südstadt verbindet mich seit über acht Jahren eine sehr enge Beziehung. Als dann Gregor Högler zu Leistungssport Austria kam und mich gefragt hat, ob ich mit ihm trainieren will, war das für mich wie ein Lottogewinn. Durch ihn habe ich den Bahnradsport noch einmal neu kennengelernt. Seither ist das Leistungspaket noch viel größer geworden – Training, Regeneration, Physiotherapie, Anthropometrie, Medizin-Checkups, ich bin jetzt Vollblut-Leistungssport-Austria-Athlet und beinahe jeden Tag im Institut. Das hat auch schon Früchte getragen – nicht nur in den Resultatslisten, auch und vor allem was meine physische Verfassung anbelangt. Obwohl ich härter trainiere denn je, fühle ich mich jeden Tag besser.“

 

 

 

Nico Langmann (dreifacher Paralympics-Teilnehmer im Tennis): „Als Parasportler weiß ich, wie viel Kraft, Wille und Unterstützung es braucht, um an die Weltspitze zu kommen. Ein Ort wie Leistungssport Austria kann dabei zum echten Gamechanger werden – wenn alle Athlet:innen, unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Zugang zu bestmöglicher Betreuung bekommen. Dass hier unterschiedlichste Kompetenzen unter einem Dach gebündelt sind und die Expert:innen gemeinsam an einem Ziel arbeiten, eröffnet große Chancen für den österreichischen Sport.“

Christian Giefing (Junioren-Europameister 2025 im Schwimmen über 200 m Freistil): „Leistungssport Austria ist für unsere Schwimmgruppe in der Südstadt in zwei Bereichen ein wichtiger Erfolgsfaktor – einerseits im Krafttraining, das von zwei LSA-Sportwissenschaftlern konzipiert und umgesetzt wird, andererseits im Bereich der Regeneration. Massagen und regenerative Maßnahmen wie die Magnetfeldtherapie helfen dabei, die Wettkampf- und Trainingsstrapazen schnellstmöglich wegzustecken. Kurz gesagt tragen die Expert:innen bei Leistungssport Austria maßgeblich dazu bei, dass es uns rundum gutgeht.“