Vorträge zu Ernährungs- und sportmedizinischen Themen / Kooperation mit Biogena Academy richtete sich an Leistungs- und ambitionierte Hobbysportler:innen
Leistungssport Austria hat im Frühjahr 2025 eine umfassende Stakeholder-Befragung durchgeführt. In diesem Rahmen wurde vielfach der Wunsch geäußert, das Bundesinstitut für den Leistungs- und Spitzensport möge sich innerhalb des österreichischen Sports vermehrt des Bereichs des Wissenstransfers annehmen. Diesem Wunsch wurde in den letzten sechs Wochen verstärkt Rechnung getragen. Gemeinsam mit Biogena Academy wurde eine sechsteilige Webinar-Serie zum Thema „Raise your Performance“ angeboten. Dabei wurden in jeweils rund einer Stunde leistungsrelevante Fragestellungen aus den Bereichen Ernährungswissenschaft und Sportmedizin aufgegriffen, komplexe Zusammenhänge anschaulich erläutert und mit praxisnahen Beispielen untermauert.
Das Feedback auf die Inputs unserer Expert:innen und Experten war sowohl von Spitzen- als auch von ambitionierten Hobbysportler:innen äußerst positiv. Für all jene, die die Webinar-Serie oder einzelne Teile nicht mitverfolgen konnten, besteht nun die Möglichkeit, alle Vorträge unter
https://biogenaacademy.com/course/raise-your-performance
kostenlos und zeitungebunden nachzusehen. Wir wünschen erkenntnisreiche Stunden und erlauben uns, die Themengebiete nachfolgend zusammenzufassen:
Thema 1: Sportgerechte Ernährung vor – während – nach dem Training
Eine gezielte, leistungsorientierte Ernährung zählt zu den zentralen Erfolgsfaktoren im Leistungs- und Spitzensport. Energieverfügbarkeit, Nährstoff-Timing und Flüssigkeitsmanagement beeinflussen nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch Regeneration und langfristige Belastbarkeit von Athlet:innen.
In diesem Seminar zeigt René Franz, wie eine sportart-, belastungs- und leistungsphasenspezifische Ernährung vor, während und nach dem Training optimal gestaltet werden kann und vermittelt praxisnahe Strategien, um Energieversorgung, Leistungsstabilität und Erholung zu optimieren.
Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria
Thema 2: Vegane Ernährung im Sport – was gilt es zu beachten?
Pflanzenbasierte Ernährungsformen gewinnen auch im Leistungssport zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig erfordern sie eine präzise Planung, damit Energieverfügbarkeit, Nährstoffversorgung und Regenerationsfähigkeit sichergestellt sind.
In seinem Vortrag stellt René Franz dar, wie individuell abgestimmte, vegane Ernährung im Leistungssport leistungsfördernd und gesundheitlich sicher umgesetzt werden kann. Im Fokus stehen Energie- und Proteinversorgung, kritische Mikronährstoffe, Supplementierungsstrategien sowie sportartspezifische Anforderungen.
Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria
Thema 3: Regeneration & Return to Sport
Regeneration ist ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Leistungsentwicklung im Hochleistungssport – insbesondere nach intensiven Belastungsphasen oder Verletzungen. Ernährung spielt eine entscheidende Rolle, um Erholungsprozesse zu unterstützen und den sicheren Wiedereinstieg in Training und Wettkampf zu ermöglichen.
In diesem Webinar verrät René Franz mit der Expertise aus vielen Jahren im nationalen und internationalen Spitzensport, wie evidenzbasierte ernährungsstrategische Maßnahmen
Regeneration, muskuläre Wiederherstellung und den Return-to-Sport-Prozess effektiv unterstützen können.
Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria
Thema 4:Eisenmangel im Leistungssport
Eisenmangel zählt zu den häufigsten leistungsrelevanten Mangelerscheinungen im Leistungs- und Spitzensport und betrifft insbesondere weibliche Athleten und Nachwuchssportler. Auslöser können einseitige Ernährung, die Menstruation oder ein erhöhter Verbrauch infolge des Wachstums oder hoher Trainingsumfänge sein.
Das Webinar beleuchtet Ursachen, Diagnostik sowie sportmedizinische Präventions- und Therapiestrategien auf Basis aktueller Evidenz – mit dem Ziel, drohende Leistungseinbußen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
Vortragende: Karoline Kugler, stv. medizinische Leiterin bei Leistungssport Austria
Thema 5: Schlaf & Leistungsfähigkeit im Leistungssport
Ein hohes Maß an Schlafgesundheit ist ein zentraler Leistungsfaktor im Leistungssport und beeinflusst Regeneration, hormonelle Balance, mentale Leistungsfähigkeit sowie Leistungsparameter wie Reaktionsfähigkeit, Konzentration und Belastungsverträglichkeit. Der Vortrag zeigt praxisnah, wie Schlafqualität, Schlafhygiene und regenerative Prozesse gezielt optimiert werden und die Leistungsentwicklung positiv beeinflussen können.
Vortragende: Karoline Kugler, stv. medizinische Leiterin bei Leistungssport Austria
Thema 6: Supplementierung im Sport – von der sicheren Basis zur gezielten Leistungssteigerung
Mehr Kraft. Mehr Ausdauer. Schnellere Regeneration. Dieses Webinar zeigt, welche leistungssteigernden Supplements wirklich wirken – evidenzbasiert, sicher und gezielt eingesetzt.
Für alle, die im Training und Wettkampf das nächste Leistungslevel erreichen wollen.
Vortragender: Martin Gratzer, Geschäftsführer von BIOGENA ONE
Leistungssport Austria hatte beim HAFERVOLL Bouldertag alle fest im Griff
AllgemeinVolle Energie und genussvolles Klettern bei “Boulder & Beats by HAFERVOLL” / LSA-Sportwissenschaftler Benjamin Rauscher prüfte die Zubringerleistung der Teilnehmer:innen
In der Kletterhalle der Boulder Monkeys in Wien-Landstraße stand kürzlich ein ganzer Nachmittag im Zeichen von bewusster Ernährung und genussvoller Bewegung. Rund 20 Influencer:innen waren der Einladung von Krüger Austria gefolgt, um bei “Boulder & Beats by HAFERVOLL” Energie zu tanken und sich an der Boulderwand zu versuchen. HAFERVOLL-Partner Leistungssport Austria checkte in Gestalt von Sportwissenschaftler Benjamin Rauscher bei allen Teilnehmer:innen die Griffkraft, die beim Klettern als “Flaschenhals der Leistungserbringung” betrachtet wird.
Krüger-Austria-Geschäftsführer Thomas Gerdenitsch und sein Team hatten jede Menge Energielieferanten bereitgestellt, damit das Klettererlebnis zum Genuss werden konnte. “HAFERVOLL steht für ehrliche Energie aus Hafer, ohne Zuckerzusatz und mit Zutaten, die jeder kennt und versteht. Unsere Produkte liefern genau das, was es beim Bouldern, aber auch im Alltag braucht – Energie, Ausdauer und Fokus.”
Anfänger:innen und Forgeschrittene ließen sich von den Expert:innen der Boulder Monkeys in die Tricks und Kniffe an der Kletterwand einführen, sodass die Boulder Challenges leichter von der Hand gingen. Leistungssport Austria eruierte bereits im Vorfeld die vielversprechendsten Zubringerleistungen im Rahmen des Griffkrafttests. Mit Bestwerten von 47,3 (Männer) bzw. 32,4 kg (Frauen) kristallisierten sich die Favorit:innen auf Spitzenplätze für die Boulder Challenges rasch heraus. Am Ende standen Philipp Gelter, Regina Waldner und Sabrina Majnek verdientermaßen auf dem Podium. Als “Siegesprämien” gab es Goodie Bags von HAFERVOLL.
© Akos Burg (4), LSA (3)
LSA-Expert:innenwissen steht weiter hoch im Kurs
AllgemeinSportwissenschaftler Christoph Triska referierte bei Vortragsreihe der MedUni Wien, Anthropometrie-Doyenne Marietta Sengeis war bei EINS-A Athletik-Podcast zu Gast.
Die Wissensträger:innen von Leistungssport Austria erfreuen sich als Key Note Speaker und Interviewpartner:innen großer Beliebtheit. In den letzten Tagen konnten Christoph Triska, Leiter der Abteilung Sportwissenschaft, und Marietta Sengeis, Leiterin des Anthropometrie-Departments, ihr Knowhow einmal mehr an Interessierte weitergeben.
Triska folgte dabei einer Einladung der MedUni Wien zur Vortragsreihe Wissen_schafft_Vermittlung. Der gesamte Abend war der Fragestellung “Ausdauer und Kraft – Widerspruch oder Synthese” gewidmet, wobei der LSA-Sportwissenschafter sich des Themas “Concurrent Training aus der Sicht des Ausdauersports” annahm. In seinen Ausführungen stellte Triska (im Bild links mit den Co-Referenten Harald Tschan und Michael Zyskowski) außer Streit, dass Krafttraining für Ausdauersportler:innen definitiv leistungssteigernd wirkt, die Studienlage keine größeren Interferenzeffekte erwarten lässt, jedoch im höheren und höchsten Leistungssegment drei bis (im Idealfall) acht Stunden Pause zwischen den Kraft- und Ausdauereinheiten liegen sollten.
Marietta Sengeis (Bild rechts) wiederum war Gast beim Podcasts EINS-A Athletik. Dabei gab die Anthropologin Einblicke in ihre tägliche Arbeit der Körpervermessung bei Leistungssport Austria, machte deutlich, was Coaches aus der Vielzahl der von ihr mittels Ultraschallmethode gesammelten Daten ableiten können, wie man Risikozeichen während Wachstumsschüben erkennt und warum sich Körperbau, Muskelmasse und langfristiges Potenzial nicht allzu leicht vorhersagen lassen. Sie enträtselte Begriffe und Methoden wie Peak Height Velocity, Khamis-Roche oder Mirwald und erklärt, welche Tücken beim Gewichtmachen im Nachwuchssport lauern. Die 68 Minuten dauernde Folge kann unter https://open.spotify.com/episode/153g36ok6LhMboISvuhV79 nachgehört werden.
LSA-Schützlinge räumen bei Sport Austria Finals ab
AllgemeinAndreas Ernhofer glänzt mit inoffizieller Weltrekordzeit / Christian Giefing holt zwei U18-Rekorde und vier EM-Limits / Lauro Falchetto erstmals Staatsmeister mit dem Florett
30 Sportstätten, über 40 Sportarten, mehr als 7.000 Athlet:innen – die Sport Austria Finals 2026 wurden ihrem Ruf als größter Multi-Sport-Event Österreichs voll gerecht. Aber auch die von Leistungssport Austria betreuten Sportler:innen geizten bei der Finals-Premiere in Wien nicht mit Superlativen.
Besonders beeindruckend: Para-Schwimmer Andreas Ernhofer (Bild), der nicht nur vier Staatsmeistertitel eroberte, sondern in 1:43,91 über 100 m Rücken eine bärenstarke neue, inoffizielle Welrekordzeit ins Becken des Flordsdorfer Bades knallte. Inoffiziell deshalb, weil keine internationalen Wertungsrichter anwesend waren. “Es war ein perfektes, sehr emotionales Wochenende. Geanu hier, wo ich meinen ersten Wettkampf geschwommen bin, den Weltrekord zu unterbieten, bedeutet mir sehr viel”, strahlte der 29-Jährige. LSA-Kollege Andreas Onea steuerte einen Stattsmeistertitel über seine Paradedisziplin 100 m Brust bei.
Christian Giefing schwamm zu zwei Rekorden sowie jeweils vier Titeln und EM-Limits.
Im Becken des Stadthallenbades erlebte Christian Giefing, Teil des Project Teams des Österreichischen Leistungssportzentrums in der Südstadt, weitere Sternstunden. Der 17-Jährige Junioren-Europameister gewann im Rahmen der internationalen Meisterschaften die Kurzbahntitel über 100, 200, 400 und 800 m Freistil, wurde über 200 m Lagen Zweiter, unterbot vier EM- und fünf Junioren-EM-Limits sowie zwei österreichische U18-Rekorde (800 Freistil, 200 Lagen). Weitere Limits verzeichneten die LSA-Schützlinge Valentin Bayer (EM, 50 m Brust), Noah Zemansky (EM, Staatsmeister über 400 m Lagen) und Nikita Semashko (Junioren-EM, 200 m Delfin).
Die zahlreichen Fans bei der Staatsmeisterschaft im Triathlon-Sprint in der Seestadt Aspern wurden zu Augenzeugen eines denkwürdigen Comebacks. Julia Hauser entschied die Titelkämpfe zehn Monate nach ihrem schweren Radsturz auf der Donauinsel nach beeindruckender Aufholjagd im Lauf-Split mit 16 Sekunden Vorsprung für sich. Die 32-Jährige, die seit ihrer schweren Verletzung von Leistungssport Austria vor allem sporttherapeutisch intensiv betreut wurde, steigt Mitte Juni auch wieder in das internationale Renngeschehen ein – rechtzeitig vor dem Beginn der Olympia-Qualifikation. Diese hat auch Julian Piller im Fokus, der 21-jährige LSA-Klient belegte im Herrenbewerb hinter zwei Triathlon-Routiniers den vielbeachteten dritten Platz.
Im Fechten wurde das Florett-Einzel der Herren zum Triumphzug der Südstadt-Riege. Lauro Falchetto (Bild) sicherte sich auf dem Rathausplatz mit erst 17 Jahren seinen ersten Staatsmeistertitel. Auf den Plätzen landeten Moritz Lechner und Jaden Nemec, alle drei werden puncto Krafttraining von Leistungssport Austria betreut. Ebenso wie Jan Schumann, der sich zunächst im Degenbewerb gegen Mitfavorit Josef Mahringer durchsetzen konnte, sich erst im Finale dem ungleich routinierteren Alexander Biro im Sudden Death geschlagen geben musste.
© Sport Austria Finals/Johannes Friedl (Flag), Nils Lang (2/Schwimmen), Michael Meindl (2/Fechten)
Im Flag-Football der Frauen durften die DeLaSalle Saints über ihren dritten Meistertitel seit 2023 jubeln – und damit auch Nationalspielerin Karoline Kugler (im Bild links), gleichzeitig Sportmedizinerin bei Leistungssport Austria. Die Saints verloren zwar das Endspiel gegen die Finals-Titelverteidiger Domzale Tigers aus Slowenien, standen aber bereits davor als nationale Meister fest. Die nächste Bewährungsprobe wartet auf Kugler und ihre Saints-Teamkollegin Sophie Spitzer mit der Nationalmannschaft Mitte Juni beim Einladungsturnier mit Mexiko und Deutschland im AFBÖ-Zentrum in Wien-Simmering.
Sport & Marke: Krüger Group und LSA gaben Einblick in ihre Partnerschaft
AllgemeinGemeinsamer Auftritt beim größten Sportbusiness-Kongress Österreichs / Fokus auf Wechselwirkung, wie Wirtschaft und Spitzensport voneinander profitieren können
Die 13. Auflage von “Sport und Marke” im Wiener Hotel Hilton Danube Waterfront bot den 550 Anwesenden einmal mehr hochkarätige Speaker, spannende Vorträge und Business Networking auf höchstem Niveau. Key Notes zum Thema “Marke, Sichtbarkeit, Verantwortung”, Branding & Aktivierung, Tech Pitches, Event-Legacy und vieles mehr fanden zahlreiche interessierte Zuhörer:innen. Nach der Begrüßung durch Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt begann der Reigen der 60 Vortragenden bzw. Panelteilehmer:innen, unter ihnen Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock und John Lewicki, Senior Vice President der National Hockey League. Begonnen hatte der Sportbusiness-Kongress erstmals mit einem Community Run, an dem u.a. LSA-Vorstand Stefan Grubhofer teilnahm, der nachmittags gemeinsam mit Krüger-Group-Geschäftsführer Thomas Gerdenitsch im Panel Community & Storytelling unter dem Titel “Performance für Sport & Marke” seinen Auftritt hatte.
Krüger-CEO Thomas Gerdenitsch, LSA-Vorstand Stefan Grubhofer am Stand von MaxiNutrition und Hafervoll. © Gabriele Griessenböck, LSA (3)
Im Fokus standen dabei die aktuellsten Entwicklungen im Bereich gesunde Ernährung, die Bedeutung neuer Zielgruppen, aber auch die Wechselwirkung der Partnerschaft zwischen Krüger und Leistungssport Austria und welche Benefits sie für beiden Seiten bringt. Beide Partner waren auch mit einer Experience Area im Foyer vertreten, Krüger präsentierte seine beiden dem Anlass entsprechenden Produktlinien MaxiNutrition für Leistungssportler:innen und Hafervoll für den aktiven Alltag. Bei Leistungssport Austria konnten sich nicht nur die MaxiNutrition-Testimonials Raphael Kokas (Bahnrad) und Julian Rzihauschek (Tischtennis) von der bei Leistungssport Austria im Daily Business eingesetzten Scaneca-Körperanalyse ein Bild machen – ein Hightech-Gerät, das in den Bereichen Ernährungswissenschaft und Anthropometrie wertvolle Aufschlüsse liefert.
Hieb- und stichfest: Fecht-Quartett will große Sprünge machen
AllgemeinLSA-Sportwissenschaftlerin Mirjam Aschauer begleitet Degen-Equipe zum hochkarätigen Grand Prix nach Budapest / Rückschlüsse sollen Krafttraining noch effizienter machen
Dreimal pro Woche hilft Mirjam Aschauer den Fecht-Assen in der Südstadt auf die Sprünge. Und das braucht es auch, denn Sprungkraft und Explosivität gehören zu den elementaren Dingen des Krafttrainings, um auf der Planche erfolgreich sein zu können. Ob es beim Westend Grand Prix am dritten April-Wochenende in Budapest für die Degenfechter:innen zu großen Sprüngen reicht, wird sich weisen. Denn stärker besetzt könnte der hochkarätige Wettkampf mit 373 Startern und 281 Starterinnen kaum sein. Im Frauenbewerb sind die Top-10 der Weltrangliste vollzählig vertreten, bei den Männern fehlt lediglich einer aus dem erlauchten Kreis.
Von den 14 ÖFV-Budapest-Starter:innen haben sechs ihre sportliche Homebase in der Südstadt, vier befinden sich seit mittlerweile einem knappen Jahr unter Aschauers Fittichen – neben ÖLSZ-Talent Julia Pizzutti sind das Lena Chevaux (Bild rechts), als Nr. 110 Österreichs bestgerankte Degenfechterin, Leonore Praxmarer (Bild mitte) und Jan Schuhmann (Bild links). Die beiden Letztgenannten befinden sich inmitten einer Comebacksaison, Praxmarer hatte eine Schulter-OP zu verkraften, Schuhmann einen Bandscheibenvorfall. “Verletzungen zu vermeiden, die Athletinnen und Athleten resistenter zu machen, sehe ich als eine meiner zentralen Aufgaben”, erklärt die Sportwissenschaftlerin und ehemalige Eiskunstläuferin. Genau deshalb beginnt jede Krafteinheit mit einem Fatigue-Monitoring, bestehend aus Sprüngen und Griffkrafttests. Je nach Ermüdungszustand werden Trainingsumfang und -intensität umgehend angepasst – was auch für ihre anderen Schützlinge gilt: die Florett-Fechter, Badmintonspieler, Radfahrer, fallweise auch die Judoka.
Um die Trainingsgestaltung künftig noch exakter an die Bedürfnisse der Fechter:innen anpassen zu können, wird Aschauer ihre Musketiere beim Wettkampf in Budapest genau unter die Lupe nehmen. Nach den zuletzt gezeigten Trainingsleistungen erhofft sie sich, am Sonntag einige im Finale der besten 64 zu sehen. “Kraftentwicklung, Explosivität, Sprungperformance – alle Leistungsparameter zeigen in die richtige Richtung. Jetzt müssen sie es ,nur’ noch auf die Bahn bringen.”
The only way is up – Lifter 2.0 hebt Krafttraining auf nächstes Level
AllgemeinHersteller intelligent motion besiegelte Partnerschaft mit Besuch am LSA-Standort / Vorstand Högler berichtete über Erfahrungen mit neuester Lifter-Generation
Aus Eisen wurde Bronze – 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio. Damals hatte Diskus-Ass Lukas Weißhaidinger in der Vorbereitung erstmals auf ein Trainingsgerät namens “Lifter” gesetzt. Viel Metall, viel Knowhow, viel Wirkung. Produziert von intelligent motion, einem oberösterreichischen Unternehmen, das sich auf robotische und sensorbasierte Geräte für die medizinische Therapie und eben auch den Spitzensport spezialisiert hatte. “Der Lifter war damals ein zentraler Bestandteil des Erfolges. Exzentrisches Krafttraining mit hohen Sicherheitsstandards und deshalb null Verletzungsrisiko”, erinnert sich Trainer Gregor Högler, heute Sport-Vorstand bei Leistungssport Austria in Brunn am Gebirge.
Fünf Jahre später ist das High-Tech-Trainings- und Kraftdiagnostikgerät nach wie vor “state of the art”. Umso mehr, als seit einigen Wochen die neueste Lifter-Version in einem Trainingsraum bei Leistungssport Austria steht. Högler: “Sie ist noch präziser und verfügt über noch mehr Funktionen. Wir sind sehr glücklich, dass uns intelligent motion den Lifter 2.0 kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Wir werden, so wie schon beim Prototypen, unser Knowhow einbringen und uns intensiv bei der Weiterentwicklung einbringen. So ist das seitens des Herstellers auch erwünscht.”
Tim Wafler, Victoria Hudson und Lukas Weißhaidinger (v. li.) mit dem Lifter der neuesten Generation.
Besiegelt wurde die Kooperation mit einem Besuch der Unternehmensspitze bei Leistungssport Austria im Bundes-Sport und -Freizeitzentrum Südstadt. Neben Geschäftsführer Martin Mitterhumer, Betriebsleiter Manfred Spandl, Vertriebsleiter Samuel Theyers, Produktmanagerin Lara Leutgeb und Entwicklungs- und Servicechef Andreas Ottendorfer fanden sich auch Interessierte aus dem Trainings-, Sport- und Gesundheitsmanagement ein. Unter ihnen: Sportwissenschaftler Thomas Ott, der dutzende Athlet:innen, darunter Usain Bolt und Veronica Campbell-Brown, auf ihrem Weg zur Spitze begleitete. Für sie alle berichtete Vorstand Högler über seine Erfahrungen mit dem Lifter und die Entwicklungschancen, die er in weiterer Folge sieht. “Ich betrachte den Lifter nicht mehr nur als Trainingsgerät zur Kraftentwicklung in der Leichtathletik, möchte vielmehr das Einsatzgebiet auf viele weitere Sportarten, aber auch zusätzliche Bereiche wie Therapie und Verletzungsprophylaxe erweitern. Ich freue mich jetzt schon auf viele neue Erkenntnisse und auf den kontinuierlichen Erfahrungsaustausch mit intelligent motion.”
Luki ließ für’s Sportministerium die Muskeln spielen
Allgemein28-köpfige Delegation des BMWKMS blickte hinter die Kulissen von Leistungssport Austria / Vorstand Högler führte in die Geheimnisse modernen Kraft- und Regenerationstrainings ein
Im Rahmen einer Führung durch das Bundes-Sport- und Freizeitzentrum Südstadt statteten die Sektion Sport im BMWKMS und die Bundes-Sport GmbH Leistungssport Austria einen eineinhalbstündigen Besuch ab. Dabei wurden 28 Mitarbeiter:innen aus allen Abteilungen von den Vorständen Gregor Högler und Stefan Grubhofer begrüßt und durch sämtliche Performance-Units des Bundesinstituts für den Leistungs- und Spitzensport geführt. Der Fokus lag dabei auf den Hightech-Möglichkeiten im Bereich des Krafttrainings und der apparativen Regeneration. Unter den Besucher:innen: Sektionschef Marcel Chahrour (im Bild unten links), der den Aufenthalt auch zu einem ausgiebigen Austausch mit Diskus-Olympia-Bronzemedaillengewinner Lukas Weißhaidinger nutzte.
Dieser ließ beim exzentrischen Krafttraining die Muskeln spielen und hob die Bedeutung von Leistungssport Austria für die Entwicklung seiner Karriere hervor: “Die interdisziplinäre In-House-Expertise hat mir in meinem fortgeschrittenen Athleten-Alter gerade in den letzten beiden Jahren maßgeblich geholfen, gesund und verletzungsfrei zu bleiben. Das ist auch notwendig, denn unser Trainingszyklus erstreckt sich von Oktober bis August – mit nur zwei Wochen Puffer für Krankheiten und Wehwehchen. Deshalb zielen auch 80 Prozent meines Trainings darauf ab, gesund zu bleiben, die 20 Prozent sind dazu da, um besser zu werden.”
Sport-Vorstand Gregor Högler ergänzt: “Champions werden bekanntlich gemacht, wenn keiner zuschaut. Umso mehr hat es uns gefreut, dass so viele Mitarbeiter:innen des Sportministeriums aus nächster Nähe erleben konnten, was Bundes-Fördermittel im Trainingsalltag der Spitzensportlerinnen und Spitzensportler bewirken. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, aber auch stolz, dass uns Hersteller von Hightech-Trainingsgeräten immer öfter Equipment kostenlos zur Verfügung stellen, weil unser Input der Weiterentwicklung der Produkte dient.”
Wirtschafts-Vorstand Stefan Grubhofer: “Exzellenz entsteht, wo einander Talent, Technologie und Hingabe treffen. Wir tun alles, damit unsere Athlet:innen der internationalen Konkurrenz zumindest auf Augenhöhe begegnen können. Und genau das braucht es auch, um Medaillen bei Großveranstaltungen erobern zu können. Unser Ziel ist es, dieses Servicelevel gemeinsam mit den Olympiazentren und allen anderen High Performance Units für Athlet:innen und Para-Athlet:innen immer weiter nach oben zu verschieben.”
“Raise your Performance” – sechsteilige LSA-Webinarserie jetzt online verfügbar
AllgemeinVorträge zu Ernährungs- und sportmedizinischen Themen / Kooperation mit Biogena Academy richtete sich an Leistungs- und ambitionierte Hobbysportler:innen
Leistungssport Austria hat im Frühjahr 2025 eine umfassende Stakeholder-Befragung durchgeführt. In diesem Rahmen wurde vielfach der Wunsch geäußert, das Bundesinstitut für den Leistungs- und Spitzensport möge sich innerhalb des österreichischen Sports vermehrt des Bereichs des Wissenstransfers annehmen. Diesem Wunsch wurde in den letzten sechs Wochen verstärkt Rechnung getragen. Gemeinsam mit Biogena Academy wurde eine sechsteilige Webinar-Serie zum Thema „Raise your Performance“ angeboten. Dabei wurden in jeweils rund einer Stunde leistungsrelevante Fragestellungen aus den Bereichen Ernährungswissenschaft und Sportmedizin aufgegriffen, komplexe Zusammenhänge anschaulich erläutert und mit praxisnahen Beispielen untermauert.
Das Feedback auf die Inputs unserer Expert:innen und Experten war sowohl von Spitzen- als auch von ambitionierten Hobbysportler:innen äußerst positiv. Für all jene, die die Webinar-Serie oder einzelne Teile nicht mitverfolgen konnten, besteht nun die Möglichkeit, alle Vorträge unter
https://biogenaacademy.com/course/raise-your-performance
kostenlos und zeitungebunden nachzusehen. Wir wünschen erkenntnisreiche Stunden und erlauben uns, die Themengebiete nachfolgend zusammenzufassen:
Eine gezielte, leistungsorientierte Ernährung zählt zu den zentralen Erfolgsfaktoren im Leistungs- und Spitzensport. Energieverfügbarkeit, Nährstoff-Timing und Flüssigkeitsmanagement beeinflussen nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch Regeneration und langfristige Belastbarkeit von Athlet:innen.
In diesem Seminar zeigt René Franz, wie eine sportart-, belastungs- und leistungsphasenspezifische Ernährung vor, während und nach dem Training optimal gestaltet werden kann und vermittelt praxisnahe Strategien, um Energieversorgung, Leistungsstabilität und Erholung zu optimieren.
Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria
Thema 2: Vegane Ernährung im Sport – was gilt es zu beachten?
Pflanzenbasierte Ernährungsformen gewinnen auch im Leistungssport zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig erfordern sie eine präzise Planung, damit Energieverfügbarkeit, Nährstoffversorgung und Regenerationsfähigkeit sichergestellt sind.
In seinem Vortrag stellt René Franz dar, wie individuell abgestimmte, vegane Ernährung im Leistungssport leistungsfördernd und gesundheitlich sicher umgesetzt werden kann. Im Fokus stehen Energie- und Proteinversorgung, kritische Mikronährstoffe, Supplementierungsstrategien sowie sportartspezifische Anforderungen.
Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria
Thema 3: Regeneration & Return to Sport
Regeneration ist ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Leistungsentwicklung im Hochleistungssport – insbesondere nach intensiven Belastungsphasen oder Verletzungen. Ernährung spielt eine entscheidende Rolle, um Erholungsprozesse zu unterstützen und den sicheren Wiedereinstieg in Training und Wettkampf zu ermöglichen.
In diesem Webinar verrät René Franz mit der Expertise aus vielen Jahren im nationalen und internationalen Spitzensport, wie evidenzbasierte ernährungsstrategische Maßnahmen
Regeneration, muskuläre Wiederherstellung und den Return-to-Sport-Prozess effektiv unterstützen können.
Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria
Eisenmangel zählt zu den häufigsten leistungsrelevanten Mangelerscheinungen im Leistungs- und Spitzensport und betrifft insbesondere weibliche Athleten und Nachwuchssportler. Auslöser können einseitige Ernährung, die Menstruation oder ein erhöhter Verbrauch infolge des Wachstums oder hoher Trainingsumfänge sein.
Das Webinar beleuchtet Ursachen, Diagnostik sowie sportmedizinische Präventions- und Therapiestrategien auf Basis aktueller Evidenz – mit dem Ziel, drohende Leistungseinbußen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
Vortragende: Karoline Kugler, stv. medizinische Leiterin bei Leistungssport Austria
Thema 5: Schlaf & Leistungsfähigkeit im Leistungssport
Ein hohes Maß an Schlafgesundheit ist ein zentraler Leistungsfaktor im Leistungssport und beeinflusst Regeneration, hormonelle Balance, mentale Leistungsfähigkeit sowie Leistungsparameter wie Reaktionsfähigkeit, Konzentration und Belastungsverträglichkeit. Der Vortrag zeigt praxisnah, wie Schlafqualität, Schlafhygiene und regenerative Prozesse gezielt optimiert werden und die Leistungsentwicklung positiv beeinflussen können.
Vortragende: Karoline Kugler, stv. medizinische Leiterin bei Leistungssport Austria
Mehr Kraft. Mehr Ausdauer. Schnellere Regeneration. Dieses Webinar zeigt, welche leistungssteigernden Supplements wirklich wirken – evidenzbasiert, sicher und gezielt eingesetzt.
Für alle, die im Training und Wettkampf das nächste Leistungslevel erreichen wollen.
Vortragender: Martin Gratzer, Geschäftsführer von BIOGENA ONE
Auch Leistungssport Austria trauert um Walter Bär
AllgemeinBestürzung über unerwarteten Tod des OSV-Sportdirektors / Vorstand Högler: „War einer, der mit Kompetenz und Menschlichkeit auf der Seite der Sportler:innen stand“
Die Nachricht traf alle unvorbereitet und wohl deshalb umso härter. Walter Bär, Sportdirektor des Österreichischen Schwimmverbandes, tot! Mit nur 56 Jahren und völlig unerwartet. Der Schock sitzt tief – bei den Athlet:innen, im Schwimmverband, im gesamten Sport – natürlich auch bei Leistungssport Austria.
Walter Bär wechselte nach seiner Schwimmkarriere die Seiten und begann eine erfolgreiche Trainerkarriere, unter anderem in Eisenstadt, beim ASV Wien und im ÖLSZ in der Südstadt. Dabei coachte und begleitete er unter anderem österreichische Aushängeschilder wie Felix Auböck oder Maxim Podoprigora. Am 1. September 2018 übernahm der Mödlinger die Position als Performance Director beim Österreichischen Schwimmverband. Auch in dieser Zeit verbuchte er zahlreiche Erfolge wie die WM-Titel der Alexandri-Schwestern 2023 und 2025, die Kurzbahn-WM-Goldmedaille von Felix Auböck 2021 oder das EM-Gold der Lagen-Staffel 2024.
Auch LSA-Wirtschaftsvorstand Stefan Grubhofer zeigt sich vom Ableben des Schwimm- und Sportexperten schwer betroffen: “Mit Walter standen wir in einem sehr engen und regelmäßigen Austausch – zuletzt noch am vergangenen Wochenende. Selbst in seiner Freizeit war er erreichbar, wenn es um den Sport und vor allem um die Athletinnen und Athleten ging. Bei allem Leistungsdruck hat er nie vergessen, dass hinter jeder Leistung ein Mensch steht. Sein plötzlicher Tod trifft uns sehr. Walter hinterlässt eine große Lücke – als Experte, aber noch viel mehr als Mensch.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen, die ihm nahe standen. Ruhe in Frieden, Walter!
LSA stärkt Integrität durch Ausbildung eigener Präventions- und Schutzbeauftragten
AllgemeinRespekt, Sicherheit und Schutz vor sexualisierter Gewalt im Fokus / Workshop für alle Mitarbeiter:innen von Leistungssport Austria für Juni fixiert
Ein sicheres Umfeld, in dem sich junge Menschen frei entfalten können – nicht mehr und nicht weniger muss der Anspruch des organisierten Sports und seiner Institutionen sein, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufrechtzuerhalten bzw. in einigen Fällen wiederzuerlangen. Auch bei Leistungssport Austria sind sich alle Mitarbeiter:innen bewusst, dass insbesondere der Kinder- und Jugendsport klare Verhaltensregeln, transparente Strukturen und geschulte Ansprechpersonen benötigt, um allen Erwartungen von Athlet:innen, Eltern und Betreuungspersonen zu genügen.
Nachdem schon bisher erweiterte Strafregisterauszüge für alle LSA-Bediensteten verpflichtend waren, wurde nun die nächste Maßnahme im Rahmen einer Integritätsoffensive gesetzt – Petra Achleitner und Vorstand Stefan Grubhofer ließen sich bei 100 % Sport bzw. der Vertrauensstelle vera*sport zu Präventions- und Schutzbeauftragten ausbilden. “Wir arbeiten tagtäglich mit vielen jungen Athletinnen und Athleten aus dem Österreichischen Leistungssportzentrum oder der Ballett-Akademie. Deshalb sind wir nicht nur sehr bedacht darauf, das Risiko von Grenzverletzungen, Diskriminierung oder gar sexualisierter Gewalt bestmöglich auszuschließen, wir wollen auch für unerwünschtes Verhalten sensibilisieren”, erklärt Grubhofer (im Bild links mit Jana Bayerl, Referentin 100 % Sport, Sportpsychologin Andrea Engleder und Petra Achleitner).
Zu den Kernaufgaben der Präventions- und Schutzbeauftragten zählen die Verankerung von Schutzkonzepten in der jeweiligen Organisation, ihre Funktion als Kontaktperson für Beratungen, aber auch für Verdachtsfälle sowie die Unterstützung bei der Organisation von Sensibilisierungsmaßnahmen und Weiterbildungen. Eine solche findet im Juni in Form eines eintägigen Workshops für alle Mitarbeiter:innen von Leistungssport Austria statt. Grubhofer: “Unser Ziel ist es, uns im Bereich der Integrität auf allen Ebenen stetig weiterzuentwickeln. Weil wir davon überzeugt sind, damit nicht nur das Wohl der Sporttreibenden langfristig zu sichern, sondern auch die Qualität und Glaubwürdigkeit des organisierten Sports insgesamt.”