Team um Ski-Nachwuchshoffnung Angelika Dallhammer entschied 3. Sportchallenge für sich / 8.000 Euro Reinerlös für den Nachwuchssport

Am 3. August traten im Rahmen der MaxiNutrition Sportchallenge zum 3. Mal österreichische Sportgrößen für den Nachuchs an. In der Sport Arena Wien lieferten sich die MaxiNutrition-Nachwuchsklasse (im mittleren Bild unten Bahnrad-Ass Raphael Kokas, Ski-Nachwuchshoffnung Angelika Dallhammer und Stabhochspringerin Magdalena Rauter gemeinsam mit Mentorin Michaela Dorfmeister) gemeinsam mit heimischen Sportlegenden wie Tennis-Crack Stefan Koubek, Abfahrts-Vizeweltmeisterin Mirjam Puchner, Snowboard-Legende Andreas Prommegger, Ex-Beachvolleyball-Vize-Weltmeister Clemens Doppler und Mehrkampf-Doyenne Ivona Dadic spannende und schweißtreibende Challenges.

  

Unterstützt wurde der Charity-Event durch Leistungssport Austria, so etwa leiteten die LSA-Sportwissenschaftlerinnen Valentina Powolny und Laura Stütz das Aufwärmprogramm. Wirtschafts-Vorstand Stefan Grubhofer (im Bild oben links bei der Begrüßung mit Gastgeber und Sport-Arena-Wien-Geschäftsführer Christoph Joklik) ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, an den Wettkämpfen teilzunehmen und landete im Team um Ex-Tennis-Ass Dennis Novak unter zehn Teams auf Platz drei.

Neben den Challenges in den Disziplinen Rudern, Volleyball und Fitness-Parcours bestand die Möglichkeit, die Sportler:innen der MaxiNutrition-Nachwuchsklasse in separaten “Beat the Pro”-Challenges herauszufordern und damit die Spendensumme für die Nachwuchstalente weiter zu erhöhen.

Nach jeder Menge Spannung, Spaß und Emotion stand nach drei Bewerben Angelika Dallhammer mit ihren Teamkolleg:innen Mirjam Puchner, Influencer Michael Blauensteiner und Thomas Stütz als Sieger fest (unten: 2. Bild von links). Die eingespielten 8.000 Euro gingen als nachhaltige Nachwuchsförderung an den Skiclub Göstling-Hochkar und den Landesskiverband Niederösterreich. Thomas Gerdenitsch (Bild unten rechts), Geschäftsführer von KRÜGER Austria, zog zufrieden Bilanz. “Die Sportchallenge bietet unserer MaxiNutrition-Nachwuchsklasse, die mittlerweile auf sieben Athletinnen und Athleten angewachsen ist, die Möglichkeit, gemeinsam mit etablierten Sportgrößen Erfahrungen zu sammeln, neue Kontakte zu knüpfen und gleichzeitig Aufmerksamkeit für den Nachwuchssport zu schaffen.”

Workshops sensibilisieren LSA-Mitarbeiter:innen für Grenzverletzungen und Gewalt im Sport / Arbeiten am Safe Sport Kodex in vollem Gange 

Leistungssport Austria setzt die Bemühungen im Bereich Safe Environment für Athlet:innen und Athleten mit Nachdruck fort. Nachdem Petra Achleitner und Vorstand Stefan Grubhofer im Februar die Ausbildung zu Präventions- und Schutzbeauftragten durchlaufen hatten, wurden nun alle Mitarbeiter:innen im Rahmen eines eintägigen Workshops von 100% Sport, dem Österreichischen Zentrum für Genderkompetenz und Safe Sport, für Grenzverletzungen, Diskriminierung und Gewalt im Sport sensibilisiert.

Dabei gaben die Workshop-Leiterinnen Corinna Kuhnle und Viola Kleiser (im Bild links), beide selbst über viele Jahre Hochleistungssportlerinnen, einen Überblick über alle relevanten Fragen zum Thema. Neben den verschiedenen Arten von Grenzverletzungen und Formen interpersoneller Gewalt wurde auch der Bystander-Effekt thematisiert – das Phänomen, dass die Motivation, in einer Notsituation einzugreifen und dem potenziellen Opfer zu helfen mit der zunehmenden Zahl anwesender Personen sinkt. Das richtige Reagieren in diesen Bystander-Situationen wurde ebenso thematisiert wie mögliche generelle Handlungsoptionen, beginnend mit Intervention und Prävention. Gerade in der Gewaltprävention nehmen Trainer:innen und Betreuungsumfeld eine Schlüsselrolle ein, die mit viel Verantwortung verbunden ist. Es gilt nicht nur, potenziell heikle, oft mit Körperkontakt verbundene Situationen mit Respekt, Gelassenheit und Souveränität zu meistern, sondern ein Klima des Empowerments zu schaffen, das die Persönlichkeitsentwicklung der Sportler:innen unterstützt. Abgerundet wurde der Workshop mit einer Reihe von Reflexionsübungen. Um das Erarbeitete noch besser zu internalisieren, gilt es für die LSA-Mitarbeiter:innen nun, einen umfassenden Safe-Sport-Onlinekurs positiv abzuschließen. Ein weiterer Workshop ist für November anberaumt.

Leistungssport Austria war aber auch bei weiteren Expert:innen-Events zum Thema Integrität im Sport prominent vertreten. So etwa nahm LSA-Digitalisierungsbeauftragter Lukas Orler  an einer Diskussionsrunde teil, die am 22. Juni im Haus des Sports auf Initiative des Sportministeriums die Arbeiten für die Entwicklung eines Safe Sport Kodex einläutete. Orler berichtete dabei über seine einschlägigen Erfahrungen während seiner Zeit beim englischen Fußballverband. “Ziel des Kodex ist es, gemeinsame Standards für Prävention, Meldestrukturen, Aufarbeitung und Schutzmaßnahmen im österreichischen Sport zu definieren. Wer Sport treibt, muss darauf vertrauen können, respektvoll behandelt und wirksam geschützt zu werden. Mit dem Safe Sport Kodex schaffen wir eine gemeinsame Grundlage für den gesamten österreichischen Sport”, erläuterte Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt.

Wirtschafts-Vorstand Stefan Grubhofer wiederum nahm an der 4. Österreichischen Safe-Sport-Tagung in der Sport Arena Wien zum Thema “Safe Sport im Nachwuchssport – schützen, fördern, begleiten” teil. Die von 100 % Sport organisierte Tagung, bei der Staatssekretärin Schmidt (oben im Bild re.) Grußworte sprach, beleuchtete das Thema u.a. aus sportpsychologischer und sportpraktischer Sicht. Sportpsychologin Jana Bayerl schilderte dabei die Problematik, dass junge Athlet:innen Grenzverletzungen und Gewalt oft nicht als solche erkennen würden. Demgemäß stand die Frage im Zentrum, wie wirksamer Schutz im Nachwuchssport in einem System von Leistungsdruck, Abhängigkeiten und hohen Erwartungen gelingen kann. Ergänzt wurden die Vorträge um Einblicke in die Arbeit der Vertrauensstelle vera* Sport.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Volle Energie und genussvolles Klettern bei “Boulder & Beats by HAFERVOLL” / LSA-Sportwissenschaftler Benjamin Rauscher prüfte die Zubringerleistung der Teilnehmer:innen

In der Kletterhalle der Boulder Monkeys in Wien-Landstraße stand kürzlich ein ganzer Nachmittag im Zeichen von bewusster Ernährung und genussvoller Bewegung. Rund 20 Influencer:innen waren der Einladung von Krüger Austria gefolgt, um bei “Boulder & Beats by HAFERVOLL” Energie zu tanken und sich an der Boulderwand zu versuchen. HAFERVOLL-Partner Leistungssport Austria checkte in Gestalt von Sportwissenschaftler Benjamin Rauscher bei allen Teilnehmer:innen die Griffkraft, die beim Klettern als “Flaschenhals der Leistungserbringung” betrachtet wird.

Krüger-Austria-Geschäftsführer Thomas Gerdenitsch und sein Team hatten jede Menge Energielieferanten bereitgestellt, damit das Klettererlebnis zum Genuss werden konnte. “HAFERVOLL steht für ehrliche Energie aus Hafer, ohne Zuckerzusatz und mit Zutaten, die jeder kennt und versteht. Unsere Produkte liefern genau das, was es beim Bouldern, aber auch im Alltag braucht – Energie, Ausdauer und Fokus.”

Anfänger:innen und Forgeschrittene ließen sich von den Expert:innen der Boulder Monkeys in die Tricks und Kniffe an der Kletterwand einführen, sodass die Boulder Challenges leichter von der Hand gingen. Leistungssport Austria eruierte bereits im Vorfeld die vielversprechendsten Zubringerleistungen im Rahmen des Griffkrafttests. Mit Bestwerten von 47,3 (Männer) bzw. 32,4 kg (Frauen) kristallisierten sich die Favorit:innen auf Spitzenplätze für die Boulder Challenges rasch heraus. Am Ende standen Philipp Gelter, Regina Waldner und Sabrina Majnek verdientermaßen auf dem Podium. Als “Siegesprämien” gab es Goodie Bags von HAFERVOLL.

© Akos Burg (4), LSA (3)

Sportwissenschaftler Christoph Triska referierte bei Vortragsreihe der MedUni Wien, Anthropometrie-Doyenne Marietta Sengeis war bei EINS-A Athletik-Podcast zu Gast.

Die Wissensträger:innen von Leistungssport Austria erfreuen sich als Key Note Speaker und Interviewpartner:innen großer Beliebtheit. In den letzten Tagen konnten Christoph Triska, Leiter der Abteilung Sportwissenschaft, und Marietta Sengeis, Leiterin des Anthropometrie-Departments, ihr Knowhow einmal mehr an Interessierte weitergeben.

Triska folgte dabei einer Einladung der MedUni Wien zur Vortragsreihe Wissen_schafft_Vermittlung. Der gesamte Abend war der Fragestellung “Ausdauer und Kraft – Widerspruch oder Synthese” gewidmet, wobei der LSA-Sportwissenschafter sich des Themas “Concurrent Training aus der Sicht des Ausdauersports” annahm. In seinen Ausführungen stellte Triska (im Bild links mit den Co-Referenten Harald Tschan und Michael Zyskowski) außer Streit, dass Krafttraining für Ausdauersportler:innen definitiv leistungssteigernd wirkt, die Studienlage keine größeren Interferenzeffekte erwarten lässt, jedoch im höheren und höchsten Leistungssegment drei bis (im Idealfall) acht Stunden Pause zwischen den Kraft- und Ausdauereinheiten liegen sollten.

Marietta Sengeis (Bild rechts) wiederum war Gast beim Podcasts EINS-A Athletik. Dabei gab die Anthropologin Einblicke in ihre tägliche Arbeit der Körpervermessung bei Leistungssport Austria, machte deutlich, was Coaches aus der Vielzahl der von ihr mittels Ultraschallmethode gesammelten Daten ableiten können, wie man Risikozeichen während Wachstumsschüben erkennt und warum sich Körperbau, Muskelmasse und langfristiges Potenzial nicht allzu leicht vorhersagen lassen. Sie enträtselte Begriffe und Methoden wie Peak Height Velocity, Khamis-Roche oder Mirwald und erklärt, welche Tücken beim Gewichtmachen im Nachwuchssport lauern. Die 68 Minuten dauernde Folge kann unter https://open.spotify.com/episode/153g36ok6LhMboISvuhV79 nachgehört werden.

Andreas Ernhofer glänzt mit inoffizieller Weltrekordzeit / Christian Giefing holt zwei U18-Rekorde und vier EM-Limits / Lauro Falchetto erstmals Staatsmeister mit dem Florett

30 Sportstätten, über 40 Sportarten, mehr als 7.000 Athlet:innen – die Sport Austria Finals 2026 wurden ihrem Ruf als größter Multi-Sport-Event Österreichs voll gerecht. Aber auch die von Leistungssport Austria betreuten Sportler:innen geizten bei der Finals-Premiere in Wien nicht mit Superlativen.

Besonders beeindruckend: Para-Schwimmer Andreas Ernhofer (Bild), der nicht nur vier Staatsmeistertitel eroberte, sondern in 1:43,91 über 100  m Rücken eine bärenstarke neue, inoffizielle Welrekordzeit ins Becken des Flordsdorfer Bades knallte. Inoffiziell deshalb, weil keine internationalen Wertungsrichter anwesend waren. “Es war ein perfektes, sehr emotionales Wochenende. Geanu hier, wo ich meinen ersten Wettkampf geschwommen bin, den Weltrekord zu unterbieten, bedeutet mir sehr viel”, strahlte der 29-Jährige. LSA-Kollege Andreas Onea steuerte einen Stattsmeistertitel über seine Paradedisziplin 100 m Brust bei.

Christian Giefing schwamm zu zwei Rekorden sowie jeweils vier Titeln und EM-Limits.

Im Becken des Stadthallenbades erlebte Christian Giefing, Teil des Project Teams des Österreichischen Leistungssportzentrums in der Südstadt, weitere Sternstunden. Der 17-Jährige Junioren-Europameister gewann im Rahmen der internationalen Meisterschaften die Kurzbahntitel über 100, 200, 400 und 800 m Freistil, wurde über 200 m Lagen Zweiter, unterbot vier EM- und fünf Junioren-EM-Limits sowie zwei österreichische U18-Rekorde (800 Freistil, 200 Lagen). Weitere Limits verzeichneten die LSA-Schützlinge Valentin Bayer (EM, 50 m Brust), Noah Zemansky (EM, Staatsmeister über 400 m Lagen) und Nikita Semashko (Junioren-EM, 200 m Delfin).

Die zahlreichen Fans bei der Staatsmeisterschaft im Triathlon-Sprint in der Seestadt Aspern wurden zu Augenzeugen eines denkwürdigen Comebacks. Julia Hauser entschied die Titelkämpfe zehn Monate nach ihrem schweren Radsturz auf der Donauinsel nach beeindruckender Aufholjagd im Lauf-Split mit 16 Sekunden Vorsprung für sich. Die 32-Jährige, die seit ihrer schweren Verletzung von Leistungssport Austria vor allem sporttherapeutisch intensiv betreut wurde, steigt Mitte Juni auch wieder in das internationale Renngeschehen ein – rechtzeitig vor dem Beginn der Olympia-Qualifikation. Diese hat auch Julian Piller im Fokus, der 21-jährige LSA-Klient belegte im Herrenbewerb hinter zwei Triathlon-Routiniers den vielbeachteten dritten Platz.

Im Fechten wurde das Florett-Einzel der Herren zum Triumphzug der Südstadt-Riege. Lauro Falchetto (Bild) sicherte sich auf dem Rathausplatz mit erst 17 Jahren seinen ersten Staatsmeistertitel. Auf den Plätzen landeten Moritz Lechner und Jaden Nemec, alle drei werden puncto Krafttraining von Leistungssport Austria betreut. Ebenso wie Jan Schumann, der sich zunächst im Degenbewerb gegen Mitfavorit Josef Mahringer durchsetzen konnte, sich erst im Finale dem ungleich routinierteren Alexander Biro im Sudden Death geschlagen geben musste.

© Sport Austria Finals/Johannes Friedl (Flag), Nils Lang (2/Schwimmen), Michael Meindl (2/Fechten)

Im Flag-Football der Frauen durften die DeLaSalle Saints über ihren dritten Meistertitel seit 2023 jubeln – und damit auch Nationalspielerin Karoline Kugler (im Bild links), gleichzeitig Sportmedizinerin bei Leistungssport Austria. Die Saints verloren zwar das Endspiel gegen die Finals-Titelverteidiger Domzale Tigers aus Slowenien, standen aber bereits davor als nationale Meister fest. Die nächste Bewährungsprobe wartet auf Kugler und ihre Saints-Teamkollegin Sophie Spitzer mit der Nationalmannschaft Mitte Juni beim Einladungsturnier mit Mexiko und Deutschland im AFBÖ-Zentrum in Wien-Simmering.

 

 

 

 

Gemeinsamer Auftritt beim größten Sportbusiness-Kongress Österreichs / Fokus auf Wechselwirkung, wie Wirtschaft und Spitzensport voneinander profitieren können

Die 13. Auflage von “Sport und Marke” im Wiener Hotel Hilton Danube Waterfront bot den 550 Anwesenden einmal mehr hochkarätige Speaker, spannende Vorträge und Business Networking auf höchstem Niveau. Key Notes zum Thema “Marke, Sichtbarkeit, Verantwortung”, Branding & Aktivierung, Tech Pitches, Event-Legacy und vieles mehr fanden zahlreiche interessierte Zuhörer:innen. Nach der Begrüßung durch Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt begann der Reigen der 60 Vortragenden bzw. Panelteilehmer:innen, unter ihnen Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock und John Lewicki, Senior Vice President der National Hockey League. Begonnen hatte der Sportbusiness-Kongress erstmals mit einem Community Run, an dem u.a. LSA-Vorstand Stefan Grubhofer teilnahm, der nachmittags gemeinsam mit Krüger-Group-Geschäftsführer Thomas Gerdenitsch im Panel Community & Storytelling unter dem Titel “Performance für Sport & Marke” seinen Auftritt hatte.

 

Krüger-CEO Thomas Gerdenitsch, LSA-Vorstand Stefan Grubhofer am Stand von MaxiNutrition und Hafervoll. © Gabriele Griessenböck, LSA (3)

Im Fokus standen dabei die aktuellsten Entwicklungen im Bereich gesunde Ernährung, die Bedeutung neuer Zielgruppen, aber auch die Wechselwirkung der Partnerschaft zwischen Krüger und Leistungssport Austria und welche Benefits sie für beiden Seiten bringt. Beide Partner waren auch mit einer Experience Area im Foyer vertreten, Krüger präsentierte seine beiden dem Anlass entsprechenden Produktlinien MaxiNutrition für Leistungssportler:innen und Hafervoll für den aktiven Alltag. Bei Leistungssport Austria konnten sich nicht nur die MaxiNutrition-Testimonials Raphael Kokas (Bahnrad) und Julian Rzihauschek (Tischtennis) von der bei Leistungssport Austria im Daily Business eingesetzten Scaneca-Körperanalyse ein Bild machen – ein Hightech-Gerät, das in den Bereichen Ernährungswissenschaft und Anthropometrie wertvolle Aufschlüsse liefert.

 

LSA-Sportwissenschaftlerin Mirjam Aschauer begleitet Degen-Equipe zum hochkarätigen Grand Prix nach Budapest / Rückschlüsse sollen Krafttraining noch effizienter machen

Dreimal pro Woche hilft Mirjam Aschauer den Fecht-Assen in der Südstadt auf die Sprünge. Und das braucht es auch, denn Sprungkraft und Explosivität gehören zu den elementaren Dingen des Krafttrainings, um auf der Planche erfolgreich sein zu können. Ob es beim Westend Grand Prix am dritten April-Wochenende in Budapest für die Degenfechter:innen zu großen Sprüngen reicht, wird sich weisen. Denn stärker besetzt könnte der hochkarätige Wettkampf mit 373 Startern und 281 Starterinnen kaum sein. Im Frauenbewerb sind die Top-10 der Weltrangliste vollzählig vertreten, bei den Männern fehlt lediglich einer aus dem erlauchten Kreis.

Kein Krafttraining ohne Sprungübungen
Griffkrafttests geben Aufschluss über den Ermüdungszustand der Athlet:innen.
Jeder Kraftakt wird digital erfasst und analysiert.

Von den 14 ÖFV-Budapest-Starter:innen haben sechs ihre sportliche Homebase in der Südstadt, vier befinden sich seit mittlerweile einem knappen Jahr unter Aschauers Fittichen – neben ÖLSZ-Talent Julia Pizzutti sind das Lena Chevaux (Bild rechts), als Nr. 110 Österreichs bestgerankte Degenfechterin, Leonore Praxmarer (Bild mitte) und Jan Schuhmann (Bild links). Die beiden Letztgenannten befinden sich inmitten einer Comebacksaison, Praxmarer hatte eine Schulter-OP zu verkraften, Schuhmann einen Bandscheibenvorfall. “Verletzungen zu vermeiden, die Athletinnen und Athleten resistenter zu machen, sehe ich als eine meiner zentralen Aufgaben”, erklärt die Sportwissenschaftlerin und ehemalige Eiskunstläuferin. Genau deshalb beginnt jede Krafteinheit mit einem Fatigue-Monitoring, bestehend aus Sprüngen und Griffkrafttests. Je nach Ermüdungszustand werden Trainingsumfang und -intensität umgehend angepasst – was auch für ihre anderen Schützlinge gilt: die Florett-Fechter, Badmintonspieler, Radfahrer, fallweise auch die Judoka.

Um die Trainingsgestaltung künftig noch exakter an die Bedürfnisse der Fechter:innen anpassen zu können, wird Aschauer ihre Musketiere beim Wettkampf in Budapest genau unter die Lupe nehmen. Nach den zuletzt gezeigten Trainingsleistungen erhofft sie sich, am Sonntag einige im Finale der besten 64 zu sehen. “Kraftentwicklung, Explosivität, Sprungperformance – alle Leistungsparameter zeigen in die richtige Richtung. Jetzt müssen sie es ,nur’ noch auf die Bahn bringen.”

 

 

 

Hersteller intelligent motion besiegelte Partnerschaft mit Besuch am LSA-Standort / Vorstand Högler berichtete über Erfahrungen mit neuester Lifter-Generation

Aus Eisen wurde Bronze – 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio. Damals hatte Diskus-Ass Lukas Weißhaidinger in der Vorbereitung erstmals auf ein Trainingsgerät namens “Lifter” gesetzt. Viel Metall, viel Knowhow, viel Wirkung. Produziert von intelligent motion, einem oberösterreichischen Unternehmen, das sich auf robotische und sensorbasierte Geräte für die medizinische Therapie und eben auch den Spitzensport spezialisiert hatte. “Der Lifter war damals ein zentraler Bestandteil des Erfolges. Exzentrisches Krafttraining mit hohen Sicherheitsstandards und deshalb null Verletzungsrisiko”, erinnert sich Trainer Gregor Högler, heute Sport-Vorstand bei Leistungssport Austria in Brunn am Gebirge.

Fünf Jahre später ist das High-Tech-Trainings- und Kraftdiagnostikgerät nach wie vor “state of the art”. Umso mehr, als seit einigen Wochen die neueste Lifter-Version in einem Trainingsraum bei Leistungssport Austria steht. Högler: “Sie ist noch präziser und verfügt über noch mehr Funktionen. Wir sind sehr glücklich, dass uns intelligent motion den Lifter 2.0 kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Wir werden, so wie schon beim Prototypen, unser Knowhow einbringen und uns intensiv bei der Weiterentwicklung einbringen. So ist das seitens des Herstellers auch erwünscht.”

Tim Wafler, Victoria Hudson und Lukas Weißhaidinger (v. li.) mit dem Lifter der neuesten Generation.

Besiegelt wurde die Kooperation mit einem Besuch der Unternehmensspitze bei Leistungssport Austria im Bundes-Sport und -Freizeitzentrum Südstadt. Neben Geschäftsführer Martin Mitterhumer, Betriebsleiter Manfred Spandl, Vertriebsleiter Samuel Theyers, Produktmanagerin Lara Leutgeb und Entwicklungs- und Servicechef Andreas Ottendorfer fanden sich auch Interessierte aus dem Trainings-, Sport- und Gesundheitsmanagement ein. Unter ihnen: Sportwissenschaftler Thomas Ott, der dutzende Athlet:innen, darunter Usain Bolt und Veronica Campbell-Brown, auf ihrem Weg zur Spitze begleitete. Für sie alle berichtete Vorstand Högler über seine Erfahrungen mit dem Lifter und die Entwicklungschancen, die er in weiterer Folge sieht. “Ich betrachte den Lifter nicht mehr nur als Trainingsgerät zur Kraftentwicklung in der Leichtathletik, möchte vielmehr das Einsatzgebiet auf viele weitere Sportarten, aber auch zusätzliche Bereiche wie Therapie und Verletzungsprophylaxe erweitern. Ich freue mich jetzt schon auf viele neue Erkenntnisse und auf den kontinuierlichen Erfahrungsaustausch mit intelligent motion.”

 

28-köpfige Delegation des BMWKMS blickte hinter die Kulissen von Leistungssport Austria / Vorstand Högler führte in die Geheimnisse modernen Kraft- und Regenerationstrainings ein

Im Rahmen einer Führung durch das Bundes-Sport- und Freizeitzentrum Südstadt statteten die Sektion Sport im BMWKMS und die Bundes-Sport GmbH Leistungssport Austria einen eineinhalbstündigen Besuch ab. Dabei wurden 28 Mitarbeiter:innen aus allen Abteilungen von den Vorständen Gregor Högler und Stefan Grubhofer begrüßt und durch sämtliche Performance-Units des Bundesinstituts für den Leistungs- und Spitzensport geführt. Der Fokus lag dabei auf den Hightech-Möglichkeiten im Bereich des Krafttrainings und der apparativen Regeneration. Unter den Besucher:innen: Sektionschef Marcel Chahrour (im Bild unten links), der den Aufenthalt auch zu einem ausgiebigen Austausch mit Diskus-Olympia-Bronzemedaillengewinner Lukas Weißhaidinger nutzte.

Dieser ließ beim exzentrischen Krafttraining die Muskeln spielen und hob die Bedeutung von Leistungssport Austria für die Entwicklung seiner Karriere hervor: “Die interdisziplinäre In-House-Expertise hat mir in meinem fortgeschrittenen Athleten-Alter gerade in den letzten beiden Jahren  maßgeblich geholfen, gesund und verletzungsfrei zu bleiben. Das ist auch notwendig, denn unser Trainingszyklus erstreckt sich von Oktober bis August – mit nur zwei Wochen Puffer für Krankheiten und Wehwehchen. Deshalb zielen auch 80 Prozent meines Trainings darauf ab, gesund zu bleiben, die 20 Prozent sind dazu da, um besser zu werden.”

Sport-Vorstand Gregor Högler ergänzt: “Champions werden bekanntlich gemacht, wenn keiner zuschaut. Umso mehr hat es uns gefreut, dass so viele Mitarbeiter:innen des Sportministeriums aus nächster Nähe erleben konnten, was Bundes-Fördermittel im Trainingsalltag der Spitzensportlerinnen und Spitzensportler bewirken. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, aber auch stolz, dass uns Hersteller von Hightech-Trainingsgeräten immer öfter Equipment kostenlos zur Verfügung stellen, weil unser Input der Weiterentwicklung der Produkte dient.”

Wirtschafts-Vorstand Stefan Grubhofer: “Exzellenz entsteht, wo einander Talent, Technologie und Hingabe treffen. Wir tun alles, damit unsere Athlet:innen der internationalen Konkurrenz zumindest auf Augenhöhe begegnen können. Und genau das braucht es auch, um Medaillen bei Großveranstaltungen erobern zu können. Unser Ziel ist es, dieses Servicelevel gemeinsam mit den Olympiazentren und allen anderen High Performance Units für Athlet:innen und Para-Athlet:innen immer weiter nach oben zu verschieben.”

Vorträge zu Ernährungs- und sportmedizinischen Themen / Kooperation mit Biogena Academy richtete sich an Leistungs- und ambitionierte Hobbysportler:innen

Leistungssport Austria hat im Frühjahr 2025 eine umfassende Stakeholder-Befragung durchgeführt. In diesem Rahmen wurde vielfach der Wunsch geäußert, das Bundesinstitut für den Leistungs- und Spitzensport möge sich innerhalb des österreichischen Sports vermehrt des Bereichs des Wissenstransfers annehmen. Diesem Wunsch wurde in den letzten sechs Wochen verstärkt Rechnung getragen. Gemeinsam mit Biogena Academy wurde eine sechsteilige Webinar-Serie zum Thema „Raise your Performance“ angeboten. Dabei wurden in jeweils rund einer Stunde leistungsrelevante Fragestellungen aus den Bereichen Ernährungswissenschaft und Sportmedizin  aufgegriffen, komplexe Zusammenhänge anschaulich erläutert und mit praxisnahen Beispielen untermauert.

Das Feedback auf die Inputs unserer Expert:innen und Experten war sowohl von Spitzen- als auch von ambitionierten Hobbysportler:innen äußerst positiv. Für all jene, die die Webinar-Serie oder einzelne Teile nicht mitverfolgen konnten, besteht nun die Möglichkeit, alle Vorträge unter

https://biogenaacademy.com/course/raise-your-performance

kostenlos und zeitungebunden nachzusehen. Wir wünschen erkenntnisreiche Stunden und erlauben uns, die Themengebiete nachfolgend zusammenzufassen:

Thema 1: Sportgerechte Ernährung vor – während – nach dem Training

Eine gezielte, leistungsorientierte Ernährung zählt zu den zentralen Erfolgsfaktoren im Leistungs- und Spitzensport. Energieverfügbarkeit, Nährstoff-Timing und Flüssigkeitsmanagement beeinflussen nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch Regeneration und langfristige Belastbarkeit von Athlet:innen.
In diesem Seminar zeigt René Franz, wie eine sportart-, belastungs- und leistungsphasenspezifische Ernährung vor, während und nach dem Training optimal gestaltet werden kann und vermittelt praxisnahe Strategien, um Energieversorgung, Leistungsstabilität und Erholung zu optimieren.

Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria

Thema 2: Vegane Ernährung im Sport – was gilt es zu beachten?
Pflanzenbasierte Ernährungsformen gewinnen auch im Leistungssport zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig erfordern sie eine präzise Planung, damit Energieverfügbarkeit, Nährstoffversorgung und Regenerationsfähigkeit sichergestellt sind.
In seinem Vortrag stellt René Franz dar, wie individuell abgestimmte, vegane Ernährung im Leistungssport leistungsfördernd und gesundheitlich sicher umgesetzt werden kann. Im Fokus stehen Energie- und Proteinversorgung, kritische Mikronährstoffe, Supplementierungsstrategien sowie sportartspezifische Anforderungen.

Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria

Thema 3: Regeneration & Return to Sport
Regeneration ist ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Leistungsentwicklung im Hochleistungssport – insbesondere nach intensiven Belastungsphasen oder Verletzungen. Ernährung spielt eine entscheidende Rolle, um Erholungsprozesse zu unterstützen und den sicheren Wiedereinstieg in Training und Wettkampf zu ermöglichen.
In diesem Webinar verrät René Franz mit der Expertise aus vielen Jahren im nationalen und internationalen Spitzensport, wie evidenzbasierte ernährungsstrategische Maßnahmen
Regeneration, muskuläre Wiederherstellung und den Return-to-Sport-Prozess effektiv unterstützen können.

Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria

Thema 4:Eisenmangel im Leistungssport
Eisenmangel zählt zu den häufigsten leistungsrelevanten Mangelerscheinungen im Leistungs- und Spitzensport und betrifft insbesondere weibliche Athleten und Nachwuchssportler. Auslöser können einseitige Ernährung, die Menstruation oder ein erhöhter Verbrauch infolge des Wachstums oder hoher Trainingsumfänge sein.
Das Webinar beleuchtet Ursachen, Diagnostik sowie sportmedizinische Präventions- und Therapiestrategien auf Basis aktueller Evidenz – mit dem Ziel, drohende Leistungseinbußen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Vortragende: Karoline Kugler, stv. medizinische Leiterin bei Leistungssport Austria

Thema 5: Schlaf & Leistungsfähigkeit im Leistungssport
Ein hohes Maß an Schlafgesundheit ist ein zentraler Leistungsfaktor im Leistungssport und beeinflusst Regeneration, hormonelle Balance, mentale Leistungsfähigkeit sowie Leistungsparameter wie Reaktionsfähigkeit, Konzentration und Belastungsverträglichkeit. Der Vortrag zeigt praxisnah, wie Schlafqualität, Schlafhygiene und regenerative Prozesse gezielt optimiert werden und die Leistungsentwicklung positiv beeinflussen können.

Vortragende: Karoline Kugler, stv. medizinische Leiterin bei Leistungssport Austria

Thema 6: Supplementierung im Sport – von der sicheren Basis zur gezielten Leistungssteigerung
Mehr Kraft. Mehr Ausdauer. Schnellere Regeneration. Dieses Webinar zeigt, welche leistungssteigernden Supplements wirklich wirken – evidenzbasiert, sicher und gezielt eingesetzt.
Für alle, die im Training und Wettkampf das nächste Leistungslevel erreichen wollen.

Vortragender: Martin Gratzer, Geschäftsführer von BIOGENA ONE