LSA-Sportwissenschaftlerin Mirjam Aschauer begleitet Degen-Equipe zum hochkarätigen Grand Prix nach Budapest / Rückschlüsse sollen Krafttraining noch effizienter machen

Dreimal pro Woche hilft Mirjam Aschauer den Fecht-Assen in der Südstadt auf die Sprünge. Und das braucht es auch, denn Sprungkraft und Explosivität gehören zu den elementaren Dingen des Krafttrainings, um auf der Planche erfolgreich sein zu können. Ob es beim Westend Grand Prix am dritten April-Wochenende in Budapest für die Degenfechter:innen zu großen Sprüngen reicht, wird sich weisen. Denn stärker besetzt könnte der hochkarätige Wettkampf mit 373 Startern und 281 Starterinnen kaum sein. Im Frauenbewerb sind die Top-10 der Weltrangliste vollzählig vertreten, bei den Männern fehlt lediglich einer aus dem erlauchten Kreis.

Kein Krafttraining ohne Sprungübungen
Griffkrafttests geben Aufschluss über den Ermüdungszustand der Athlet:innen.
Jeder Kraftakt wird digital erfasst und analysiert.

Von den 14 ÖFV-Budapest-Starter:innen haben sechs ihre sportliche Homebase in der Südstadt, vier befinden sich seit mittlerweile einem knappen Jahr unter Aschauers Fittichen – neben ÖLSZ-Talent Julia Pizzutti sind das Lena Chevaux (Bild rechts), als Nr. 110 Österreichs bestgerankte Degenfechterin, Leonore Praxmarer (Bild mitte) und Jan Schuhmann (Bild links). Die beiden Letztgenannten befinden sich inmitten einer Comebacksaison, Praxmarer hatte eine Schulter-OP zu verkraften, Schuhmann einen Bandscheibenvorfall. “Verletzungen zu vermeiden, die Athletinnen und Athleten resistenter zu machen, sehe ich als eine meiner zentralen Aufgaben”, erklärt die Sportwissenschaftlerin und ehemalige Eiskunstläuferin. Genau deshalb beginnt jede Krafteinheit mit einem Fatigue-Monitoring, bestehend aus Sprüngen und Griffkrafttests. Je nach Ermüdungszustand werden Trainingsumfang und -intensität umgehend angepasst – was auch für ihre anderen Schützlinge gilt: die Florett-Fechter, Badmintonspieler, Radfahrer, fallweise auch die Judoka.

Um die Trainingsgestaltung künftig noch exakter an die Bedürfnisse der Fechter:innen anpassen zu können, wird Aschauer ihre Musketiere beim Wettkampf in Budapest genau unter die Lupe nehmen. Nach den zuletzt gezeigten Trainingsleistungen erhofft sie sich, am Sonntag einige im Finale der besten 64 zu sehen. “Kraftentwicklung, Explosivität, Sprungperformance – alle Leistungsparameter zeigen in die richtige Richtung. Jetzt müssen sie es ,nur’ noch auf die Bahn bringen.”

 

 

 

Hersteller intelligent motion besiegelte Partnerschaft mit Besuch am LSA-Standort / Vorstand Högler berichtete über Erfahrungen mit neuester Lifter-Generation

Aus Eisen wurde Bronze – 2021 bei den Olympischen Spielen in Tokio. Damals hatte Diskus-Ass Lukas Weißhaidinger in der Vorbereitung erstmals auf ein Trainingsgerät namens “Lifter” gesetzt. Viel Metall, viel Knowhow, viel Wirkung. Produziert von intelligent motion, einem oberösterreichischen Unternehmen, das sich auf robotische und sensorbasierte Geräte für die medizinische Therapie und eben auch den Spitzensport spezialisiert hatte. “Der Lifter war damals ein zentraler Bestandteil des Erfolges. Exzentrisches Krafttraining mit hohen Sicherheitsstandards und deshalb null Verletzungsrisiko”, erinnert sich Trainer Gregor Högler, heute Sport-Vorstand bei Leistungssport Austria in Brunn am Gebirge.

Fünf Jahre später ist das High-Tech-Trainings- und Kraftdiagnostikgerät nach wie vor “state of the art”. Umso mehr, als seit einigen Wochen die neueste Lifter-Version in einem Trainingsraum bei Leistungssport Austria steht. Högler: “Sie ist noch präziser und verfügt über noch mehr Funktionen. Wir sind sehr glücklich, dass uns intelligent motion den Lifter 2.0 kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Wir werden, so wie schon beim Prototypen, unser Knowhow einbringen und uns intensiv bei der Weiterentwicklung einbringen. So ist das seitens des Herstellers auch erwünscht.”

Tim Wafler, Victoria Hudson und Lukas Weißhaidinger (v. li.) mit dem Lifter der neuesten Generation.

Besiegelt wurde die Kooperation mit einem Besuch der Unternehmensspitze bei Leistungssport Austria im Bundes-Sport und -Freizeitzentrum Südstadt. Neben Geschäftsführer Martin Mitterhumer, Betriebsleiter Manfred Spandl, Vertriebsleiter Samuel Theyers, Produktmanagerin Lara Leutgeb und Entwicklungs- und Servicechef Andreas Ottendorfer fanden sich auch Interessierte aus dem Trainings-, Sport- und Gesundheitsmanagement ein. Unter ihnen: Sportwissenschaftler Thomas Ott, der dutzende Athlet:innen, darunter Usain Bolt und Veronica Campbell-Brown, auf ihrem Weg zur Spitze begleitete. Für sie alle berichtete Vorstand Högler über seine Erfahrungen mit dem Lifter und die Entwicklungschancen, die er in weiterer Folge sieht. “Ich betrachte den Lifter nicht mehr nur als Trainingsgerät zur Kraftentwicklung in der Leichtathletik, möchte vielmehr das Einsatzgebiet auf viele weitere Sportarten, aber auch zusätzliche Bereiche wie Therapie und Verletzungsprophylaxe erweitern. Ich freue mich jetzt schon auf viele neue Erkenntnisse und auf den kontinuierlichen Erfahrungsaustausch mit intelligent motion.”

 

28-köpfige Delegation des BMWKMS blickte hinter die Kulissen von Leistungssport Austria / Vorstand Högler führte in die Geheimnisse modernen Kraft- und Regenerationstrainings ein

Im Rahmen einer Führung durch das Bundes-Sport- und Freizeitzentrum Südstadt statteten die Sektion Sport im BMWKMS und die Bundes-Sport GmbH Leistungssport Austria einen eineinhalbstündigen Besuch ab. Dabei wurden 28 Mitarbeiter:innen aus allen Abteilungen von den Vorständen Gregor Högler und Stefan Grubhofer begrüßt und durch sämtliche Performance-Units des Bundesinstituts für den Leistungs- und Spitzensport geführt. Der Fokus lag dabei auf den Hightech-Möglichkeiten im Bereich des Krafttrainings und der apparativen Regeneration. Unter den Besucher:innen: Sektionschef Marcel Chahrour (im Bild unten links), der den Aufenthalt auch zu einem ausgiebigen Austausch mit Diskus-Olympia-Bronzemedaillengewinner Lukas Weißhaidinger nutzte.

Dieser ließ beim exzentrischen Krafttraining die Muskeln spielen und hob die Bedeutung von Leistungssport Austria für die Entwicklung seiner Karriere hervor: “Die interdisziplinäre In-House-Expertise hat mir in meinem fortgeschrittenen Athleten-Alter gerade in den letzten beiden Jahren  maßgeblich geholfen, gesund und verletzungsfrei zu bleiben. Das ist auch notwendig, denn unser Trainingszyklus erstreckt sich von Oktober bis August – mit nur zwei Wochen Puffer für Krankheiten und Wehwehchen. Deshalb zielen auch 80 Prozent meines Trainings darauf ab, gesund zu bleiben, die 20 Prozent sind dazu da, um besser zu werden.”

Sport-Vorstand Gregor Högler ergänzt: “Champions werden bekanntlich gemacht, wenn keiner zuschaut. Umso mehr hat es uns gefreut, dass so viele Mitarbeiter:innen des Sportministeriums aus nächster Nähe erleben konnten, was Bundes-Fördermittel im Trainingsalltag der Spitzensportlerinnen und Spitzensportler bewirken. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, aber auch stolz, dass uns Hersteller von Hightech-Trainingsgeräten immer öfter Equipment kostenlos zur Verfügung stellen, weil unser Input der Weiterentwicklung der Produkte dient.”

Wirtschafts-Vorstand Stefan Grubhofer: “Exzellenz entsteht, wo einander Talent, Technologie und Hingabe treffen. Wir tun alles, damit unsere Athlet:innen der internationalen Konkurrenz zumindest auf Augenhöhe begegnen können. Und genau das braucht es auch, um Medaillen bei Großveranstaltungen erobern zu können. Unser Ziel ist es, dieses Servicelevel gemeinsam mit den Olympiazentren und allen anderen High Performance Units für Athlet:innen und Para-Athlet:innen immer weiter nach oben zu verschieben.”

Vorträge zu Ernährungs- und sportmedizinischen Themen / Kooperation mit Biogena Academy richtete sich an Leistungs- und ambitionierte Hobbysportler:innen

Leistungssport Austria hat im Frühjahr 2025 eine umfassende Stakeholder-Befragung durchgeführt. In diesem Rahmen wurde vielfach der Wunsch geäußert, das Bundesinstitut für den Leistungs- und Spitzensport möge sich innerhalb des österreichischen Sports vermehrt des Bereichs des Wissenstransfers annehmen. Diesem Wunsch wurde in den letzten sechs Wochen verstärkt Rechnung getragen. Gemeinsam mit Biogena Academy wurde eine sechsteilige Webinar-Serie zum Thema „Raise your Performance“ angeboten. Dabei wurden in jeweils rund einer Stunde leistungsrelevante Fragestellungen aus den Bereichen Ernährungswissenschaft und Sportmedizin  aufgegriffen, komplexe Zusammenhänge anschaulich erläutert und mit praxisnahen Beispielen untermauert.

Das Feedback auf die Inputs unserer Expert:innen und Experten war sowohl von Spitzen- als auch von ambitionierten Hobbysportler:innen äußerst positiv. Für all jene, die die Webinar-Serie oder einzelne Teile nicht mitverfolgen konnten, besteht nun die Möglichkeit, alle Vorträge unter

https://biogenaacademy.com/course/raise-your-performance

kostenlos und zeitungebunden nachzusehen. Wir wünschen erkenntnisreiche Stunden und erlauben uns, die Themengebiete nachfolgend zusammenzufassen:

Thema 1: Sportgerechte Ernährung vor – während – nach dem Training

Eine gezielte, leistungsorientierte Ernährung zählt zu den zentralen Erfolgsfaktoren im Leistungs- und Spitzensport. Energieverfügbarkeit, Nährstoff-Timing und Flüssigkeitsmanagement beeinflussen nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch Regeneration und langfristige Belastbarkeit von Athlet:innen.
In diesem Seminar zeigt René Franz, wie eine sportart-, belastungs- und leistungsphasenspezifische Ernährung vor, während und nach dem Training optimal gestaltet werden kann und vermittelt praxisnahe Strategien, um Energieversorgung, Leistungsstabilität und Erholung zu optimieren.

Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria

Thema 2: Vegane Ernährung im Sport – was gilt es zu beachten?
Pflanzenbasierte Ernährungsformen gewinnen auch im Leistungssport zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig erfordern sie eine präzise Planung, damit Energieverfügbarkeit, Nährstoffversorgung und Regenerationsfähigkeit sichergestellt sind.
In seinem Vortrag stellt René Franz dar, wie individuell abgestimmte, vegane Ernährung im Leistungssport leistungsfördernd und gesundheitlich sicher umgesetzt werden kann. Im Fokus stehen Energie- und Proteinversorgung, kritische Mikronährstoffe, Supplementierungsstrategien sowie sportartspezifische Anforderungen.

Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria

Thema 3: Regeneration & Return to Sport
Regeneration ist ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Leistungsentwicklung im Hochleistungssport – insbesondere nach intensiven Belastungsphasen oder Verletzungen. Ernährung spielt eine entscheidende Rolle, um Erholungsprozesse zu unterstützen und den sicheren Wiedereinstieg in Training und Wettkampf zu ermöglichen.
In diesem Webinar verrät René Franz mit der Expertise aus vielen Jahren im nationalen und internationalen Spitzensport, wie evidenzbasierte ernährungsstrategische Maßnahmen
Regeneration, muskuläre Wiederherstellung und den Return-to-Sport-Prozess effektiv unterstützen können.

Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria

Thema 4:Eisenmangel im Leistungssport
Eisenmangel zählt zu den häufigsten leistungsrelevanten Mangelerscheinungen im Leistungs- und Spitzensport und betrifft insbesondere weibliche Athleten und Nachwuchssportler. Auslöser können einseitige Ernährung, die Menstruation oder ein erhöhter Verbrauch infolge des Wachstums oder hoher Trainingsumfänge sein.
Das Webinar beleuchtet Ursachen, Diagnostik sowie sportmedizinische Präventions- und Therapiestrategien auf Basis aktueller Evidenz – mit dem Ziel, drohende Leistungseinbußen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Vortragende: Karoline Kugler, stv. medizinische Leiterin bei Leistungssport Austria

Thema 5: Schlaf & Leistungsfähigkeit im Leistungssport
Ein hohes Maß an Schlafgesundheit ist ein zentraler Leistungsfaktor im Leistungssport und beeinflusst Regeneration, hormonelle Balance, mentale Leistungsfähigkeit sowie Leistungsparameter wie Reaktionsfähigkeit, Konzentration und Belastungsverträglichkeit. Der Vortrag zeigt praxisnah, wie Schlafqualität, Schlafhygiene und regenerative Prozesse gezielt optimiert werden und die Leistungsentwicklung positiv beeinflussen können.

Vortragende: Karoline Kugler, stv. medizinische Leiterin bei Leistungssport Austria

Thema 6: Supplementierung im Sport – von der sicheren Basis zur gezielten Leistungssteigerung
Mehr Kraft. Mehr Ausdauer. Schnellere Regeneration. Dieses Webinar zeigt, welche leistungssteigernden Supplements wirklich wirken – evidenzbasiert, sicher und gezielt eingesetzt.
Für alle, die im Training und Wettkampf das nächste Leistungslevel erreichen wollen.

Vortragender: Martin Gratzer, Geschäftsführer von BIOGENA ONE

 

Bestürzung über unerwarteten Tod des OSV-Sportdirektors / Vorstand Högler: „War einer, der mit Kompetenz und Menschlichkeit auf der Seite der Sportler:innen stand“

Die Nachricht traf alle unvorbereitet und wohl deshalb umso härter. Walter Bär, Sportdirektor des Österreichischen Schwimmverbandes, tot! Mit nur 56 Jahren und völlig unerwartet. Der Schock sitzt tief – bei den Athlet:innen, im Schwimmverband, im gesamten Sport – natürlich auch bei Leistungssport Austria.

Walter Bär war beim Bundesinstitut für den Leistungs- und Spitzensport ein gern gesehener Gast und hoch geschätzter Partner. LSA-Sportvorstand Gregor Högler: „Ich habe unseren offenen und konstruktiven Austausch immer sehr genossen. Walter war einer, der mit Kompetenz und Menschlichkeit immer an der Seite der Sportlerinnen und Sportler stand. Und der es als seine wichtigste Aufgabe verstand, den Sport besser zu machen. Diese Hingabe für die Sache und sein tiefes Verständnis für den Sport werden wir alle schmerzlich vermissen.“

Walter Bär wechselte nach seiner Schwimmkarriere die Seiten und begann eine erfolgreiche Trainerkarriere, unter anderem in Eisenstadt, beim ASV Wien und im ÖLSZ in der Südstadt. Dabei coachte und begleitete er unter anderem österreichische Aushängeschilder wie Felix Auböck oder Maxim Podoprigora. Am 1. September 2018 übernahm der Mödlinger die Position als Performance Director beim Österreichischen Schwimmverband. Auch in dieser Zeit verbuchte er zahlreiche Erfolge wie die WM-Titel der Alexandri-Schwestern 2023 und 2025, die Kurzbahn-WM-Goldmedaille von Felix Auböck 2021 oder das EM-Gold der Lagen-Staffel 2024.

Auch LSA-Wirtschaftsvorstand Stefan Grubhofer zeigt sich vom Ableben des Schwimm- und Sportexperten schwer betroffen: “Mit Walter standen wir in einem sehr engen und regelmäßigen Austausch – zuletzt noch am vergangenen Wochenende. Selbst in seiner Freizeit war er erreichbar, wenn es um den Sport und vor allem um die Athletinnen und Athleten ging. Bei allem Leistungsdruck hat er nie vergessen, dass hinter jeder Leistung ein Mensch steht. Sein plötzlicher Tod trifft uns sehr. Walter hinterlässt eine große Lücke – als Experte, aber noch viel mehr als Mensch.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen, die ihm nahe standen. Ruhe in Frieden, Walter!

Respekt, Sicherheit und Schutz vor sexualisierter Gewalt im Fokus / Workshop für alle Mitarbeiter:innen von Leistungssport Austria für Juni fixiert

Ein sicheres Umfeld, in dem sich junge Menschen frei entfalten können  – nicht mehr und nicht weniger muss der Anspruch des organisierten Sports und seiner Institutionen sein, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufrechtzuerhalten bzw. in einigen Fällen wiederzuerlangen. Auch bei Leistungssport Austria sind sich alle Mitarbeiter:innen bewusst, dass insbesondere der Kinder- und Jugendsport klare Verhaltensregeln, transparente Strukturen und geschulte Ansprechpersonen benötigt, um allen Erwartungen von Athlet:innen, Eltern und Betreuungspersonen zu genügen.

Nachdem schon bisher erweiterte Strafregisterauszüge für alle LSA-Bediensteten verpflichtend waren, wurde nun die nächste Maßnahme im Rahmen einer Integritätsoffensive gesetzt – Petra Achleitner und Vorstand Stefan Grubhofer ließen sich bei 100 % Sport bzw. der Vertrauensstelle vera*sport zu Präventions- und Schutzbeauftragten ausbilden. “Wir arbeiten tagtäglich mit vielen jungen Athletinnen und Athleten aus dem Österreichischen Leistungssportzentrum oder der Ballett-Akademie. Deshalb sind wir nicht nur sehr bedacht darauf, das Risiko von Grenzverletzungen, Diskriminierung oder gar sexualisierter Gewalt bestmöglich auszuschließen, wir wollen auch für unerwünschtes Verhalten sensibilisieren”, erklärt Grubhofer (im Bild links mit Jana Bayerl,  Referentin 100 % Sport, Sportpsychologin Andrea Engleder und Petra Achleitner).

Zu den Kernaufgaben der Präventions- und Schutzbeauftragten zählen die Verankerung von Schutzkonzepten in der jeweiligen Organisation, ihre Funktion als Kontaktperson für Beratungen, aber auch für Verdachtsfälle sowie die Unterstützung bei der Organisation von Sensibilisierungsmaßnahmen und Weiterbildungen. Eine solche findet im Juni in Form eines eintägigen Workshops für alle Mitarbeiter:innen von Leistungssport Austria statt. Grubhofer: “Unser Ziel ist es, uns im Bereich der Integrität auf allen Ebenen stetig weiterzuentwickeln. Weil wir davon überzeugt sind, damit nicht nur das Wohl der Sporttreibenden langfristig zu sichern, sondern auch die Qualität und Glaubwürdigkeit des organisierten Sports insgesamt.”

Einen seltenen Blick in den Maschinenraum des österreichischen Sports erhielten kürzlich zehn junge Erwachsene bei Leistungssport Austria. Was die Besucher verband: Leidenschaftliches Interesse für Sport und sportbezogene Themen sowie eine große Portion Gestaltungswillen. Eine Kombination, die ihnen die Aufnahme ins #BeActive Future Lab bescherte. Die Initiative, ins Leben gerufen von Sport Austria und finanziert von der Europäischen Union, lädt junge Aktive, Sportfunktionär:innen, Studierende und Forschende ein, die  Zukunft des organisierten Sports aktiv mitzugestalten. Dabei geht es darum, die Strukturen des Sports, der Sportpolitik und des Ehrenamtes kennenzulernen, zu verstehen, Bedürfnisse zu erfassen, Methoden zu entwickeln und zu erproben, um diese Bedürfnisse zu befriedigen. Die Labs dienen aber auch zur persönlichen Entwicklung der Teilnehmer:innen und zur Vernetzung mit etablierten Playern im Sport.

Beim Modul im BSFZ Südstadt stand unter anderem ein vertiefender Einblick in die Welt des Hochleistungssports im Fokus. Diesen gewährten die Vorstände von Leistungssport Austria, Gregor Högler und Stefan Grubhofer. Högler führte in die Welt der innovativen Trainingsgeräte ein, berichtete über Selfmade-Initiativen und die mitunter verschlungenen Pfade zum Erfolg, Wirtschaftsvorstand Grubhofer geleitete die Future-Labs-Absolvent:innen durch die verschiedenen High-Performance-Abteilungen bei Leistungssport Austria. Unter anderem konnten sich die Sport-Aficionados ein Bild über die Aufgaben und Methoden der Anthropometrie (im Bild links Abteilungsleiterin Marietta Sengeis) machen. Während der Guided Tour stieß Para-Schwimmer und #BeActive-Botschafter Andreas Onea zur Gruppe hinzu und stellte sich beim Networken den Fragen der Teilnehmer:innen.

 

 

 

Auf Einladung von LSA-Vorstand Gregor Högler: Needling-Doyen Mathias Meusburger hielt in der Südstadt achttägigen Intensivkurs ab. 
Dry Needling ab sofort  wichtiger Bestandteil der physiotherapeutischen Betreuung im Bundesinstitut für den Leistungssport.

In der chinesischen Heilkunde werden dünne Nadeln seit über 3000 Jahren eingesetzt, um die Energieflüsse im Körper zu regulieren. Im Spitzensport erfreut sich neben der Akupunktur eine verwandte Methode immer größerer Beliebtheit: Dry Needling. Dabei werden sterile Nadeln gezielt in myofasziale Triggerpunkte im Gewebe bzw. im Muskel gestochen, um Verhärtungen und Verkrampfungen zu lösen – mit dem Ziel, Schmerzen zu lindern bzw. zu beseitigen, die Durchblutung zu verbessern und Entzündungen hintanzuhalten. Die Effizienz dieser modernen, nebenwirkungsarmen Methode ist mittlerweile auch durch zahlreiche Studien gut belegt.

Die Behandlung durch Dry Needling war bis 2024 ausschließlich Mediziner:innen vorbehalten, nun hält es langsam auch in den Physiotherapieabteilungen Einzug. Jene bei Leistungssport Austria zählt nunmehr zu den Vorreiterinnen. “Wir haben uns vor einem Jahr dazu bekannt, die Top-Athlet:innen auch und vor allem durch viele innovative Methoden unterstützen zu wollen. Von exzentrischem Krafttraining über Biohacking bis hin eben zu therapeutischen Methoden wie Dry Needling”, erklärt Gregor Högler. Deshalb trat der LSA-Sport-Vorstand mit Mathias Meusburger in Kontakt, seit 20 Jahren DER Experte und Senior Instruktor für myofasziale Triggerpunkttherapie und Dry Needling.

Gregor und Richard Högler, Mathias Meusburger, Zehnkämpfer Matthias Lasch und Impuls-Therapie-GF Frederik Siemes (v. li.).      © LSA/Behr (5)

Der Gründer des Vereins Dry Needling Austria ließ sich nicht lange bitten und führte im BSFZ Südstadt rund 20 Physiotherapeut:innen im Rahmen eines achttägigen Intensivkurses in die hohe Kunst der myofaszialen Triggerpunkttherapie ein. Zunächst stand das Auffinden und die Eigenschaften der Triggerpunkte im Mittelpunkt, dann knöpfte man sich je drei Tage den Unter- und schließlich den Oberkörper vor. In Gestalt von Zehnkämpfer Matthias Lasch und Speerwurf-Hoffnung Leonie Haller wurde auch viel am “lebenden Objekt” geübt. Zusätzliches Asset: die begleitende Ultraschallkontrolle, bereitgestellt von Dr. Richard Högler, Bruder des LSA-Vorstands. Neben der gesamten Physiotherapie-Abteilung von Leistungssport Austria kam unter anderem auch das Team von LSA-Partner Impuls-Therapie/Frederik Siemes in den Genuss der stark nachgefragten Ausbildung.

Gregor Högler: “Dry Needling ist eine weitere Methode, um unsere Athlet:innen gesund und leistungsbereit zu halten. Der Stich in den Triggerpunkt löst eine lokale Zuckungsreaktion aus, der eine Entspannung folgt. Die Normalisierung des Muskeltonus ermöglicht schmerzfreie Trainingseinheiten. Ich freue mich, dass dieses Knowhow nicht nur unseren Aushängeschildern sondern  auch den Nachwuchsleistungssportler:innen im ÖLSZ Südstadt zur Verfügung stehen wird. Zusätzliches Potenzial sehe ich in der Kombination mit Elektrotherapie.”

 

 

NADA-Geschäftsführer Michael Cepic und David Müller, Leiter der Abteilung Information und Prävention, folgten kürzlich der Einladung der Leistungssport-Austria-Vorstände Gregor Högler und Stefan Grubhofer zu einem strategischen Austausch im Bundesinstitut für Leistungs- und Spitzensport in Brunn am Gebirge.

Michael Cepic, Stefan Grubhofer, David Müller, Gregor Högler (v. li.)

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Dopingprävention, insbesondere die Vermeidung unwissentlicher Verstöße gegen die Anti-Doping-Bestimmungen. Gemeinsam wurden Einschätzungen zu innovativen Therapieansätzen und Methoden diskutiert. Dabei wurde auch thematisiert, dass es Situationen geben kann, in denen das Food-First-Prinzip nicht ausreicht und die gezielte Ergänzung bestimmter Nährstoffe notwendig wird. Hierbei sollten bevorzugt Produkte verwendet werden, die von einem unabhängigen, auf Dopinganalytik spezialisierten Labor geprüft wurden.

„Jeder Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen, der auf Unkenntnis, Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit zurückzuführen ist, ist einer zu viel. Unser klares Ziel ist es, Sportler:innen, Trainer:innen und Betreuer:innen bestmöglich zu informieren und auf ihrem sauberen Weg zu unterstützen“, betonen Gregor Högler und Michael Cepic unisono.

 

 

Dominik Strebinger und Dominik Talir sind seit Jahren bei Trainingslagern und Turnieren des Fußball- und Handball-Nationalteams als Sportwissenschafter von Leistungssport Austria im Einsatz. So auch derzeit in Spanien und den Niederlanden.

LSA-Sportwissenschafter Dominik Strebinger betreut das Frauen-Nationalteam bereits seit sechs Jahren. Fotos: ÖFB Jasmin Walter | @jasminwalterphoto“ (2)

Messen, Analyiseren, Beraten, Betreuen – das Kerngeschäft der Expert:innen bei Leistungssport Austria wird in der Home Base in Brunn am Gebirge abgewickelt. Doch speziell im Bereich dere Teamsportarten erweisen sich Feldeinsätze als sehr zielführend. Gerade auf Trainingslagern und bei Sportgroßereignissen spielen Belastungssteuerung, Regeneration und die unmittelbare, athletische Wettkampfvorbereitung eine zentrale Rolle.

Dominik Talir (im Bild oben hintere Reihe, 4 v. li.) und Dominik Strebinger wachen dieser Tage einmal mehr über diese leistungsrelevanten Felder. Der eine bei der Handball-Weltmeisterschaft im niederländischen Rotterdam, der andere beim Winter-Trainingslager der Fußball-Nationalmannschaft der Frauen im spanischen Jerez de la Frontera.

Dort ging das Camp am Montag mit einem zweiten Test-Länderspiel zu Ende. Nach dem 1:1 gegen Finnland musste sich die ÖFB-Auswahl, bei der eine Reihe von Kaderspielerinnen in der Anfangsformation standen, der Ukraine 2:3 gegeschlagen geben. Die nächsten großen  Bewährungsproben warten auf die Elf von Teamchef Alexander Schriebl Anfang März in der WM-Qualifikation: zuhause gegen Norwegen und auswärts in Slowenien.

Die Dienstreise von Dominik Talir (im Bild links; © LSA/Florian Rogner) wird hingegen noch bis mindestens 8. Dezember andauern. Nach den Siegen über Ägypten (29:20) und Argentinien (27:23) mit starken zweiten Halbzeiten steht der Aufstieg der ÖHB-Equipe schon vor dem Duell gegen Gastgeber Niederlande (Dienstag, 20.30 Uhr) fest. In der Hauptrunde bekommen es Ivancok & Co. mit Mifavorit Frankreich, Polen sowie Tunesien oder China zu tun.