Vorträge zu Ernährungs- und sportmedizinischen Themen / Kooperation mit Biogena Academy richtete sich an Leistungs- und ambitionierte Hobbysportler:innen

Leistungssport Austria hat im Frühjahr 2025 eine umfassende Stakeholder-Befragung durchgeführt. In diesem Rahmen wurde vielfach der Wunsch geäußert, das Bundesinstitut für den Leistungs- und Spitzensport möge sich innerhalb des österreichischen Sports vermehrt des Bereichs des Wissenstransfers annehmen. Diesem Wunsch wurde in den letzten sechs Wochen verstärkt Rechnung getragen. Gemeinsam mit Biogena Academy wurde eine sechsteilige Webinar-Serie zum Thema „Raise your Performance“ angeboten. Dabei wurden in jeweils rund einer Stunde leistungsrelevante Fragestellungen aus den Bereichen Ernährungswissenschaft und Sportmedizin  aufgegriffen, komplexe Zusammenhänge anschaulich erläutert und mit praxisnahen Beispielen untermauert.

Das Feedback auf die Inputs unserer Expert:innen und Experten war sowohl von Spitzen- als auch von ambitionierten Hobbysportler:innen äußerst positiv. Für all jene, die die Webinar-Serie oder einzelne Teile nicht mitverfolgen konnten, besteht nun die Möglichkeit, alle Vorträge unter

https://biogenaacademy.com/course/raise-your-performance

kostenlos und zeitungebunden nachzusehen. Wir wünschen erkenntnisreiche Stunden und erlauben uns, die Themengebiete nachfolgend zusammenzufassen:

Thema 1: Sportgerechte Ernährung vor – während – nach dem Training

Eine gezielte, leistungsorientierte Ernährung zählt zu den zentralen Erfolgsfaktoren im Leistungs- und Spitzensport. Energieverfügbarkeit, Nährstoff-Timing und Flüssigkeitsmanagement beeinflussen nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch Regeneration und langfristige Belastbarkeit von Athlet:innen.
In diesem Seminar zeigt René Franz, wie eine sportart-, belastungs- und leistungsphasenspezifische Ernährung vor, während und nach dem Training optimal gestaltet werden kann und vermittelt praxisnahe Strategien, um Energieversorgung, Leistungsstabilität und Erholung zu optimieren.

Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria

Thema 2: Vegane Ernährung im Sport – was gilt es zu beachten?
Pflanzenbasierte Ernährungsformen gewinnen auch im Leistungssport zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig erfordern sie eine präzise Planung, damit Energieverfügbarkeit, Nährstoffversorgung und Regenerationsfähigkeit sichergestellt sind.
In seinem Vortrag stellt René Franz dar, wie individuell abgestimmte, vegane Ernährung im Leistungssport leistungsfördernd und gesundheitlich sicher umgesetzt werden kann. Im Fokus stehen Energie- und Proteinversorgung, kritische Mikronährstoffe, Supplementierungsstrategien sowie sportartspezifische Anforderungen.

Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria

Thema 3: Regeneration & Return to Sport
Regeneration ist ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Leistungsentwicklung im Hochleistungssport – insbesondere nach intensiven Belastungsphasen oder Verletzungen. Ernährung spielt eine entscheidende Rolle, um Erholungsprozesse zu unterstützen und den sicheren Wiedereinstieg in Training und Wettkampf zu ermöglichen.
In diesem Webinar verrät René Franz mit der Expertise aus vielen Jahren im nationalen und internationalen Spitzensport, wie evidenzbasierte ernährungsstrategische Maßnahmen
Regeneration, muskuläre Wiederherstellung und den Return-to-Sport-Prozess effektiv unterstützen können.

Vortragender: René Franz, Diätologe bei Leistungssport Austria

Thema 4:Eisenmangel im Leistungssport
Eisenmangel zählt zu den häufigsten leistungsrelevanten Mangelerscheinungen im Leistungs- und Spitzensport und betrifft insbesondere weibliche Athleten und Nachwuchssportler. Auslöser können einseitige Ernährung, die Menstruation oder ein erhöhter Verbrauch infolge des Wachstums oder hoher Trainingsumfänge sein.
Das Webinar beleuchtet Ursachen, Diagnostik sowie sportmedizinische Präventions- und Therapiestrategien auf Basis aktueller Evidenz – mit dem Ziel, drohende Leistungseinbußen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.

Vortragende: Karoline Kugler, stv. medizinische Leiterin bei Leistungssport Austria

Thema 5: Schlaf & Leistungsfähigkeit im Leistungssport
Ein hohes Maß an Schlafgesundheit ist ein zentraler Leistungsfaktor im Leistungssport und beeinflusst Regeneration, hormonelle Balance, mentale Leistungsfähigkeit sowie Leistungsparameter wie Reaktionsfähigkeit, Konzentration und Belastungsverträglichkeit. Der Vortrag zeigt praxisnah, wie Schlafqualität, Schlafhygiene und regenerative Prozesse gezielt optimiert werden und die Leistungsentwicklung positiv beeinflussen können.

Vortragende: Karoline Kugler, stv. medizinische Leiterin bei Leistungssport Austria

Thema 6: Supplementierung im Sport – von der sicheren Basis zur gezielten Leistungssteigerung
Mehr Kraft. Mehr Ausdauer. Schnellere Regeneration. Dieses Webinar zeigt, welche leistungssteigernden Supplements wirklich wirken – evidenzbasiert, sicher und gezielt eingesetzt.
Für alle, die im Training und Wettkampf das nächste Leistungslevel erreichen wollen.

Vortragender: Martin Gratzer, Geschäftsführer von BIOGENA ONE

 

Bestürzung über unerwarteten Tod des OSV-Sportdirektors / Vorstand Högler: „War einer, der mit Kompetenz und Menschlichkeit auf der Seite der Sportler:innen stand“

Die Nachricht traf alle unvorbereitet und wohl deshalb umso härter. Walter Bär, Sportdirektor des Österreichischen Schwimmverbandes, tot! Mit nur 56 Jahren und völlig unerwartet. Der Schock sitzt tief – bei den Athlet:innen, im Schwimmverband, im gesamten Sport – natürlich auch bei Leistungssport Austria.

Walter Bär war beim Bundesinstitut für den Leistungs- und Spitzensport ein gern gesehener Gast und hoch geschätzter Partner. LSA-Sportvorstand Gregor Högler: „Ich habe unseren offenen und konstruktiven Austausch immer sehr genossen. Walter war einer, der mit Kompetenz und Menschlichkeit immer an der Seite der Sportlerinnen und Sportler stand. Und der es als seine wichtigste Aufgabe verstand, den Sport besser zu machen. Diese Hingabe für die Sache und sein tiefes Verständnis für den Sport werden wir alle schmerzlich vermissen.“

Walter Bär wechselte nach seiner Schwimmkarriere die Seiten und begann eine erfolgreiche Trainerkarriere, unter anderem in Eisenstadt, beim ASV Wien und im ÖLSZ in der Südstadt. Dabei coachte und begleitete er unter anderem österreichische Aushängeschilder wie Felix Auböck oder Maxim Podoprigora. Am 1. September 2018 übernahm der Mödlinger die Position als Performance Director beim Österreichischen Schwimmverband. Auch in dieser Zeit verbuchte er zahlreiche Erfolge wie die WM-Titel der Alexandri-Schwestern 2023 und 2025, die Kurzbahn-WM-Goldmedaille von Felix Auböck 2021 oder das EM-Gold der Lagen-Staffel 2024.

Auch LSA-Wirtschaftsvorstand Stefan Grubhofer zeigt sich vom Ableben des Schwimm- und Sportexperten schwer betroffen: “Mit Walter standen wir in einem sehr engen und regelmäßigen Austausch – zuletzt noch am vergangenen Wochenende. Selbst in seiner Freizeit war er erreichbar, wenn es um den Sport und vor allem um die Athletinnen und Athleten ging. Bei allem Leistungsdruck hat er nie vergessen, dass hinter jeder Leistung ein Mensch steht. Sein plötzlicher Tod trifft uns sehr. Walter hinterlässt eine große Lücke – als Experte, aber noch viel mehr als Mensch.

Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und allen, die ihm nahe standen. Ruhe in Frieden, Walter!

Respekt, Sicherheit und Schutz vor sexualisierter Gewalt im Fokus / Workshop für alle Mitarbeiter:innen von Leistungssport Austria für Juni fixiert

Ein sicheres Umfeld, in dem sich junge Menschen frei entfalten können  – nicht mehr und nicht weniger muss der Anspruch des organisierten Sports und seiner Institutionen sein, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufrechtzuerhalten bzw. in einigen Fällen wiederzuerlangen. Auch bei Leistungssport Austria sind sich alle Mitarbeiter:innen bewusst, dass insbesondere der Kinder- und Jugendsport klare Verhaltensregeln, transparente Strukturen und geschulte Ansprechpersonen benötigt, um allen Erwartungen von Athlet:innen, Eltern und Betreuungspersonen zu genügen.

Nachdem schon bisher erweiterte Strafregisterauszüge für alle LSA-Bediensteten verpflichtend waren, wurde nun die nächste Maßnahme im Rahmen einer Integritätsoffensive gesetzt – Petra Achleitner und Vorstand Stefan Grubhofer ließen sich bei 100 % Sport bzw. der Vertrauensstelle vera*sport zu Präventions- und Schutzbeauftragten ausbilden. “Wir arbeiten tagtäglich mit vielen jungen Athletinnen und Athleten aus dem Österreichischen Leistungssportzentrum oder der Ballett-Akademie. Deshalb sind wir nicht nur sehr bedacht darauf, das Risiko von Grenzverletzungen, Diskriminierung oder gar sexualisierter Gewalt bestmöglich auszuschließen, wir wollen auch für unerwünschtes Verhalten sensibilisieren”, erklärt Grubhofer (im Bild links mit Jana Bayerl,  Referentin 100 % Sport, Sportpsychologin Andrea Engleder und Petra Achleitner).

Zu den Kernaufgaben der Präventions- und Schutzbeauftragten zählen die Verankerung von Schutzkonzepten in der jeweiligen Organisation, ihre Funktion als Kontaktperson für Beratungen, aber auch für Verdachtsfälle sowie die Unterstützung bei der Organisation von Sensibilisierungsmaßnahmen und Weiterbildungen. Eine solche findet im Juni in Form eines eintägigen Workshops für alle Mitarbeiter:innen von Leistungssport Austria statt. Grubhofer: “Unser Ziel ist es, uns im Bereich der Integrität auf allen Ebenen stetig weiterzuentwickeln. Weil wir davon überzeugt sind, damit nicht nur das Wohl der Sporttreibenden langfristig zu sichern, sondern auch die Qualität und Glaubwürdigkeit des organisierten Sports insgesamt.”

Einen seltenen Blick in den Maschinenraum des österreichischen Sports erhielten kürzlich zehn junge Erwachsene bei Leistungssport Austria. Was die Besucher verband: Leidenschaftliches Interesse für Sport und sportbezogene Themen sowie eine große Portion Gestaltungswillen. Eine Kombination, die ihnen die Aufnahme ins #BeActive Future Lab bescherte. Die Initiative, ins Leben gerufen von Sport Austria und finanziert von der Europäischen Union, lädt junge Aktive, Sportfunktionär:innen, Studierende und Forschende ein, die  Zukunft des organisierten Sports aktiv mitzugestalten. Dabei geht es darum, die Strukturen des Sports, der Sportpolitik und des Ehrenamtes kennenzulernen, zu verstehen, Bedürfnisse zu erfassen, Methoden zu entwickeln und zu erproben, um diese Bedürfnisse zu befriedigen. Die Labs dienen aber auch zur persönlichen Entwicklung der Teilnehmer:innen und zur Vernetzung mit etablierten Playern im Sport.

Beim Modul im BSFZ Südstadt stand unter anderem ein vertiefender Einblick in die Welt des Hochleistungssports im Fokus. Diesen gewährten die Vorstände von Leistungssport Austria, Gregor Högler und Stefan Grubhofer. Högler führte in die Welt der innovativen Trainingsgeräte ein, berichtete über Selfmade-Initiativen und die mitunter verschlungenen Pfade zum Erfolg, Wirtschaftsvorstand Grubhofer geleitete die Future-Labs-Absolvent:innen durch die verschiedenen High-Performance-Abteilungen bei Leistungssport Austria. Unter anderem konnten sich die Sport-Aficionados ein Bild über die Aufgaben und Methoden der Anthropometrie (im Bild links Abteilungsleiterin Marietta Sengeis) machen. Während der Guided Tour stieß Para-Schwimmer und #BeActive-Botschafter Andreas Onea zur Gruppe hinzu und stellte sich beim Networken den Fragen der Teilnehmer:innen.

 

 

 

Auf Einladung von LSA-Vorstand Gregor Högler: Needling-Doyen Mathias Meusburger hielt in der Südstadt achttägigen Intensivkurs ab. 
Dry Needling ab sofort  wichtiger Bestandteil der physiotherapeutischen Betreuung im Bundesinstitut für den Leistungssport.

In der chinesischen Heilkunde werden dünne Nadeln seit über 3000 Jahren eingesetzt, um die Energieflüsse im Körper zu regulieren. Im Spitzensport erfreut sich neben der Akupunktur eine verwandte Methode immer größerer Beliebtheit: Dry Needling. Dabei werden sterile Nadeln gezielt in myofasziale Triggerpunkte im Gewebe bzw. im Muskel gestochen, um Verhärtungen und Verkrampfungen zu lösen – mit dem Ziel, Schmerzen zu lindern bzw. zu beseitigen, die Durchblutung zu verbessern und Entzündungen hintanzuhalten. Die Effizienz dieser modernen, nebenwirkungsarmen Methode ist mittlerweile auch durch zahlreiche Studien gut belegt.

Die Behandlung durch Dry Needling war bis 2024 ausschließlich Mediziner:innen vorbehalten, nun hält es langsam auch in den Physiotherapieabteilungen Einzug. Jene bei Leistungssport Austria zählt nunmehr zu den Vorreiterinnen. “Wir haben uns vor einem Jahr dazu bekannt, die Top-Athlet:innen auch und vor allem durch viele innovative Methoden unterstützen zu wollen. Von exzentrischem Krafttraining über Biohacking bis hin eben zu therapeutischen Methoden wie Dry Needling”, erklärt Gregor Högler. Deshalb trat der LSA-Sport-Vorstand mit Mathias Meusburger in Kontakt, seit 20 Jahren DER Experte und Senior Instruktor für myofasziale Triggerpunkttherapie und Dry Needling.

Gregor und Richard Högler, Mathias Meusburger, Zehnkämpfer Matthias Lasch und Impuls-Therapie-GF Frederik Siemes (v. li.).      © LSA/Behr (5)

Der Gründer des Vereins Dry Needling Austria ließ sich nicht lange bitten und führte im BSFZ Südstadt rund 20 Physiotherapeut:innen im Rahmen eines achttägigen Intensivkurses in die hohe Kunst der myofaszialen Triggerpunkttherapie ein. Zunächst stand das Auffinden und die Eigenschaften der Triggerpunkte im Mittelpunkt, dann knöpfte man sich je drei Tage den Unter- und schließlich den Oberkörper vor. In Gestalt von Zehnkämpfer Matthias Lasch und Speerwurf-Hoffnung Leonie Haller wurde auch viel am “lebenden Objekt” geübt. Zusätzliches Asset: die begleitende Ultraschallkontrolle, bereitgestellt von Dr. Richard Högler, Bruder des LSA-Vorstands. Neben der gesamten Physiotherapie-Abteilung von Leistungssport Austria kam unter anderem auch das Team von LSA-Partner Impuls-Therapie/Frederik Siemes in den Genuss der stark nachgefragten Ausbildung.

Gregor Högler: “Dry Needling ist eine weitere Methode, um unsere Athlet:innen gesund und leistungsbereit zu halten. Der Stich in den Triggerpunkt löst eine lokale Zuckungsreaktion aus, der eine Entspannung folgt. Die Normalisierung des Muskeltonus ermöglicht schmerzfreie Trainingseinheiten. Ich freue mich, dass dieses Knowhow nicht nur unseren Aushängeschildern sondern  auch den Nachwuchsleistungssportler:innen im ÖLSZ Südstadt zur Verfügung stehen wird. Zusätzliches Potenzial sehe ich in der Kombination mit Elektrotherapie.”

 

 

LSA & ÖLSZ-Project-Team-Mitglied steuerte in Doha rund 200 Einsatzminuten zum historischen Erfolg des ÖFB-U17-Nationalteams bei.

Die 20. Auflage der Fußball-U17-WM geizte nicht mit Superlativen: Erstmals nahmen 48 Nationen an den Titelkämpfen teil (zuletzt 24), letztmals fanden sie im 2-Jahres-Rhythmus statt, erstmals war Katar Ausrichter (bis 2029 vier weitere Male!), erstmals landeten nur europäische Teams in den Top-3 und vor allem: zum 1. Mal stand eine österreichische Nationalmannschaft bei einem Fußball-Großereignis in einem Finale.

Mittendrin statt nur dabei: ÖLSZ- und Leistungssport-Austria-Schützling Sergej Savic. Der 17-jährige Admira-Wacker-Fußballer stand in zwei der acht WM-Matches (7 Siege, Torverhältnis 17:2) über die gesamte Spielzeit auf dem Platz (beim 4:1 über Neuseeland und dem 2:0-Halbfinal-Triumph gegen Italien), im Endspiel gegen Portugal (0:1) wurde er in der Schlussphase eingewechselt, als die ÖFB-Auswahl mit einem Stangenschuss kurz davor stand, die Entscheidung aufs Elfmeterschießen zu vertagen. Auch wenn der Elf von Trainer Hermann Stadler ein finales Happy-End versagt blieb – mit der Performance in Katar ist den Jung-Kickern ein Platz in den heimischen Sport-Geschichtsbüchern sicher.

Verteidiger Sergej Savic und Teamkollegen hielten im Halbfinale Italien erfolgreich auf Distanz.  ©ÖFB/Andreas Pichler (3)

Das herausragende Talent des frisch gebackenen Vize-Weltmeisters blieb natürlich auch in der Südstadt niemandem verborgen. Ende September wurde Sergej Savic von Leistungssport Austria und dem Österreichischen Leistungssportzentrum in das 8-köpfige Project Team nominiert, in dem die vielversprechendsten Nachwuchssportler:innen u.a. kostenlos mit den Basis-Mikronährstoffen von LSA-Partner Biogena versorgt werden und vereinfachten Zugang zu den Regenerationsangeboten des Bundes-Instituts für den Leistungs- und Spitzensport erhalten.

 

Leistungssport Austria und GAIRRIT, der Spezialist für Höhengeneratoren, -zelte und -kammern, kooperieren zum Wohle der Top-Athlet:innen des Landes.

Mehr rote Blutkörperchen, mehr Hämoglobin, höhere Effizienz der Mitochondrien, Steigerung des Fettstoffwechsels, verbesserte Durchblutung der Muskeln – die mannigfaltigen Effekte des Höhentrainings auf die Ausdauerfähigkeit sind gut erforscht. Ebenso evident sind aber auch die Schattenseiten – großer Zeitbedarf, meist viel Reisetätigkeit, hohe Kosten.

Gerrit Glomser, ehemaliger österreichischer Radprofi und zweimaliger Sieger der Österreich-Rundfahrt, beschäftigt sich seit rund 30 Jahren mit den Effekten des Höhentrainings. Weniger im Gebirge, dafür mehr in den eigenen vier Wänden. Unter der Marke GAIRRIT vertreibt und verleiht der 50-Jährige Höhengeneratoren, Höhenzelte und Höhenkammern. 

Glomsers Kontakte zu Leistungssport-Austria-Vorstand Gregor Högler mündeten nun in eine langfristige Kooperation zum Thema Höhentraining. GAIRRIT stellt den Top-Athlet:innen, die vom Bundesinstitut für den Leistungs- und Spitzensport  betreut werden, fünf Höhenzelte und die dafür notwendigen Generatoren zur Verfügung. Schon bisher waren zwei Zelte bei Leistungssport Austria in Verwendung, unter anderem steigerten damit Bahnrad-Weltranglistenleader Tim Wafler und 800-m-Ass Raphael Pallitsch ihre Ausdauerwerte.   

Gregor Högler, Raphael Pallitsch, Tim Wafler und Gerrit Glomser (v.li.) mit dem “6-pack”.   © Andreas Wimmer

Mehr Komfort als die Nutzung eines Höhenzeltes bietet naturgemäß die Möglichkeit, das Höhentraining ins Wohn-, Fitness- oder Schlafzimmer zu verlagern. Mit Hilfe von sechs Generatoren (im Bild das Modell “6-pack”) kann ein 20-Quadratmeter-Raum mit einer Höhe von 3 Metern bei einer Lufttemperatur von 20 Grad in weniger als zwei Stunden in eine Gebirgsregion von 2000 Meter Seehöhe verwandelt werden. Die Hypoxie kann dann zum Beispiel für Trainingseinheiten oder auch zum Schlafen in sauerstoffarmer Luft genutzt werden.

Sportvorstand Gregor Högler: “Mit Höhenkammern und Höhenzelten können sehr ähnliche Effekte wie bei ,echtem’ Höhentraining erzielt werden. Sie sind auch hervorragend geeignet, um Athletinnen und Athleten auf einen entsprechenden Trainingskurs vorzubereiten, sodass die sonst unerlässliche Adaptionsphase in der Höhe entfallen kann. Ebenso lassen sich die Effekte eines Aufenthalts in der Höhe über einen längeren Zeitraum erhalten. Die neuartigen Methoden zur Messung der Hämoglobinmasse und damit der Wirkungen auf die Ausdauer sind eine zusätzliche Bereicherung, weil die Reaktion des Körpers auf die Reize der Hypoxie genau erfasst wird. Wir sind deshalb sehr erfreut über die Kooperation mit GAIRRIT, die nun noch viel mehr Hochleistungssportler:innen die Möglichkeit gibt, von den Vorzügen des Höhentrainings zu profitieren.”

Nach Gregor Höglers “Empowerment”: Erster World-Tour-Podestplatz seit fast vier Jahren für Wiener Judoka

Im Frühling wurde der Masterplan gemeinsam mit dem Österreichischen Judoverband entwickelt, seit Mai befand sich Judo-Schwergewicht Stephan Hegyi unter den Fittichen von Leistungssport-Austria-Vorstand Gregor Högler. Dessen Aufgabe bestand darin, mit einem zehnwöchigen Kraftblock und darüber hinaus den 135-kg-Mann für seinen Restart auf internationaler Ebene aufzubauen.

Das “Empowerment” scheint gelungen: Beim Grand Prix in Zagreb eroberte der 27-jährige Wiener nach drei schweren Verletzungen (Kreuzbandriss, Achillessehnenriss, Kreuzbandriss) mit Rang 3 seinen ersten Podiumsplatz auf World-Tour-Ebene seit fast vier Jahren. Ein Coup, den auch Nationaltrainerin Yvonne Snir-Böhnisch jubeln ließ. “Wir haben einen anderen Stephan gesehen. Einen, der sich diese Medaille mit harter Arbeit verdient hat und definitiv wieder konkurrenzfähig ist. Jetzt gilt es, auch verstärkt an der judospezifischen Ausdauer zu arbeiten.”

Hegyi, bis vor Zagreb die Nr. 90 der Weltrangliste, behielt bei seinem internationalen Restart gegen den topgesetzten Ukrainer Baljevskij (Nr. 18 der Welt), den Serben Vracar (Nr. 55) und im Kampf um Bronze gegen den Franzosen Diaby (Nr. 40) die Oberhand. Einzig im Semifinale zog er gegen U23-Europameister Nasibow (AZE) im Goldenen Score den Kürzeren.

 

 

Leistungssport-Austria-Sportvorstand Högler: “Stephans Fortschritte bei Maximal- und Schnellkraft waren unübersehbar. Dass er es gleich im ersten internationalen Turnier so auf den Punkt bringt, ist natürlich umso erfreulicher. Ich gratuliere ihm zu Bronze, zu seiner Leistung und zu seinem Commitment. Es war beeindruckend, wie er in den letzten Monaten mitgezogen hat.”

Hegyis Erfolgsrun ging auch an der Weltrangliste nicht spurlos vorüber. Mit Zagreb-Bronze gelang es ihm, seinen Score mehr als zu verdoppeln,  als nunmehr 56. machte er ganze 34 Plätze gut. Die nächste Möglichkeit zum Punktesammeln bietet sich am letzten November-Wochenende beim Grand Slam in Abu Dhabi.

 

Die beiden Schwergewichte Stephan Hegyi und Movli Borchashvili wollen nach einer mehrmonatigen “Spezialbehandlung” bei Leistungssport-Austria-Vostand Grgeor Högler beim Grand Prix in Zagreb durchstarten.

Sie sind die Nummern 39 und 90 der Weltrangliste, doch das soll angesichts ihres Potenzials nicht so bleiben. Deshalb hat der Österreichische Judoverband gemeinsam mit Leistungssport Austria für die beiden Schwergewichte Movli Borchashvili (scharzes Trikot, 121 kg) und Stephan Hegyi (rotes Trikot, 135 kg) ein Spezialprogramm zurechtgeschneidert, das ihnen den Weg in die internationale Spitze ebnen soll. “Athleten in der Gewichtsklasse über 100 Kilo brauchen immer ihr eigenes Programm. Nachdem die erste Saisonphase nicht ganz nach Wunsch gelaufen ist, haben wir uns entschlossen, im Jahr vor dem Olympia-Qualifikationsstart spezielle Reize zu setzen, sie teilweise aus der Trainingsgruppe am Bundesstützpunkt in Linz herauszulösen und in die Obhut von Gregor Högler zu geben”, erklärt ÖJV-Sportdirektor Markus Moser.

Nach einem zehnwöchigen Kraftblock im Frühsommer für Stephan Hegyi stieß im Juli auch Movli Borchashvili zur Mini-Trainingsgruppe, in der zweiten Jahreshälfte wurde das judospezfische Training immer wieder durch Krafteinheiten auf dem Areal des BSFZ Südstadt ergänzt. Gregor Högler, der das gesamte Programm mit den LSA-Sportwissenschaftler:innen Laura Stütz und Benjamin Rauscher abspulte, zeigt sich vom Commitment der Judo-Asse angetan: “Stephan und Movli haben voll mitgezogen. Stark vereinfacht erklärt waren exzentrisches Krafttraining und Langhanteltraining die tragenden Säulen unserer Blöcke – mit dem Ziel, die Maximalkraft deutlich zu steigern, ohne dass die Schnellkraft leidet. Die Werte haben sich sehr gut entwickelt – Stephan Hegyi etwa erzielte beim Bankdrücken selbst während der Wettkampfphasen konstant 200 Kilo und mehr.”

Nun gilt es, die beeindruckenden Kraftwerte in Ergebnisse umzuwandeln – am besten gleich beim Grand Prix am Sonntag in Zagreb, dem ersten internationalen Antreten der beiden Wiener Judoka nach rund einem halben Jahr. Nach dem Bundesliga-Final-Four steht Ende November mit dem Grand Slam in Abu Dhabi ein großer Höhepunkt ins Haus, bevor im Februar 2026 die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Los Angeles startet. Markus Moser: “Es könnte uns im Kampf um die Tickets für LA 2028 nichts Besseres passieren als zwei international konkurrenzfähige Schwergewichte, die einander zu Höchstleistungen pushen. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem Krafttraining bei Leistungssport Austria den Grundstein dafür gelegt haben.”

 

 

 

 

Leistungssport Austria setzt seinen Schulterschluss mit allen relevanten Stakeholdern im österreichischen Sport fort. Nach intensiven Kennenlern- und Vernetzungsrunden mit Fachverbänden, ÖOC und Olympiazentren folgte kürzlich ein intensiver Austausch mit dem Österreichischen Bundesnetzwerk Sportpsychologie (ÖBS).

Vorstand Stefan Grubhofer diskutierte dabei mit Andrea Engleder (ÖBS), Judith Draxler-Hutter (ÖLSZ), Fabian Friedrich von der sportpsychiatrischen Ambulanz der MedUni Wien und LSA-Sportmedizinerin Ana Laginja unter anderem über die Entwicklung eines interdisziplinär abgestimmten praxisnahen sportpsychologischen und -psychiatrischen Betreuungssystem von der Prävention bis zur Intervention. Um erste Schritte in Richtung Umsetzung gehen zu können, wurden weitere Austauschrunden vereinbart.