Auf Einladung von LSA-Vorstand Gregor Högler: Needling-Doyen Mathias Meusburger hielt in der Südstadt achttägigen Intensivkurs ab.
Dry Needling ab sofort wichtiger Bestandteil der physiotherapeutischen Betreuung im Bundesinstitut für den Leistungssport.
In der chinesischen Heilkunde werden dünne Nadeln seit über 3000 Jahren eingesetzt, um die Energieflüsse im Körper zu regulieren. Im Spitzensport erfreut sich neben der Akupunktur eine verwandte Methode immer größerer Beliebtheit: Dry Needling. Dabei werden sterile Nadeln gezielt in myofasziale Triggerpunkte im Gewebe bzw. im Muskel gestochen, um Verhärtungen und Verkrampfungen zu lösen – mit dem Ziel, Schmerzen zu lindern bzw. zu beseitigen, die Durchblutung zu verbessern und Entzündungen hintanzuhalten. Die Effizienz dieser modernen, nebenwirkungsarmen Methode ist mittlerweile auch durch zahlreiche Studien gut belegt.

Die Behandlung durch Dry Needling war bis 2024 ausschließlich Mediziner:innen vorbehalten, nun hält es langsam auch in den Physiotherapieabteilungen Einzug. Jene bei Leistungssport Austria zählt nunmehr zu den Vorreiterinnen. “Wir haben uns vor einem Jahr dazu bekannt, die Top-Athlet:innen auch und vor allem durch viele innovative Methoden unterstützen zu wollen. Von exzentrischem Krafttraining über Biohacking bis hin eben zu therapeutischen Methoden wie Dry Needling”, erklärt Gregor Högler. Deshalb trat der LSA-Sport-Vorstand mit Mathias Meusburger in Kontakt, seit 20 Jahren DER Experte und Senior Instruktor für myofasziale Triggerpunkttherapie und Dry Needling.

Gregor und Richard Högler, Mathias Meusburger, Zehnkämpfer Matthias Lasch und Impuls-Therapie-GF Frederik Siemes (v. li.). © LSA/Behr (5)
Der Gründer des Vereins Dry Needling Austria ließ sich nicht lange bitten und führte im BSFZ Südstadt rund 20 Physiotherapeut:innen im Rahmen eines achttägigen Intensivkurses in die hohe Kunst der myofaszialen Triggerpunkttherapie ein. Zunächst stand das Auffinden und die Eigenschaften der Triggerpunkte im Mittelpunkt, dann knöpfte man sich je drei Tage den Unter- und schließlich den Oberkörper vor. In Gestalt von Zehnkämpfer Matthias Lasch und Speerwurf-Hoffnung Leonie Haller wurde auch viel am “lebenden Objekt” geübt. Zusätzliches Asset: die begleitende Ultraschallkontrolle, bereitgestellt von Dr. Richard Högler, Bruder des LSA-Vorstands. Neben der gesamten Physiotherapie-Abteilung von Leistungssport Austria kam unter anderem auch das Team von LSA-Partner Impuls-Therapie/Frederik Siemes in den Genuss der stark nachgefragten Ausbildung.
Gregor Högler: “Dry Needling ist eine weitere Methode, um unsere Athlet:innen gesund und leistungsbereit zu halten. Der Stich in den Triggerpunkt löst eine lokale Zuckungsreaktion aus, der eine Entspannung folgt. Die Normalisierung des Muskeltonus ermöglicht schmerzfreie Trainingseinheiten. Ich freue mich, dass dieses Knowhow nicht nur unseren Aushängeschildern sondern auch den Nachwuchsleistungssportler:innen im ÖLSZ Südstadt zur Verfügung stehen wird. Zusätzliches Potenzial sehe ich in der Kombination mit Elektrotherapie.”














Nun gilt es, die beeindruckenden Kraftwerte in Ergebnisse umzuwandeln – am besten gleich beim Grand Prix am Sonntag in Zagreb, dem ersten internationalen Antreten der beiden Wiener Judoka nach rund einem halben Jahr. Nach dem Bundesliga-Final-Four steht Ende November mit dem Grand Slam in Abu Dhabi ein großer Höhepunkt ins Haus, bevor im Februar 2026 die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Los Angeles startet. Markus Moser: “Es könnte uns im Kampf um die Tickets für LA 2028 nichts Besseres passieren als zwei international konkurrenzfähige Schwergewichte, die einander zu Höchstleistungen pushen. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem Krafttraining bei Leistungssport Austria den Grundstein dafür gelegt haben.”
Leistungssport Austria setzt seinen Schulterschluss mit allen relevanten Stakeholdern im österreichischen Sport fort. Nach intensiven Kennenlern- und Vernetzungsrunden mit Fachverbänden, ÖOC und Olympiazentren folgte kürzlich ein intensiver Austausch mit dem Österreichischen Bundesnetzwerk Sportpsychologie (ÖBS).
Bereits on air bei Spotify und Apple Podcasts: Folge 1 mit Pia Barasch (großes Bild links), der österreichischen Schauspielerin (“Bergdoktor”, “SOKO Donau”, “SOKO Kitzbühel”, “Schlosshotel Orth”, “Forsthaus Falkenau”, “Rosenheim Cops”, “Tatort”…), Sängerin (Album “Zwischen zwei Welten”) und Sprecherin.



